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Nach Ansicht des Energiekonzerns Alpiq ist in der Schweiz weder der Ausstieg aus der Atomenergie noch der Verbleib beschlossene Sache. Alpiq hat die angefallenen Planungskosten von 35 Millionen Franken für die AKW-Rahmenbewilligungsgesuche abgeschrieben.

Am Schluss werde das Volk die Antworten geben können und müssen, sagte Alpiq-Verwaltungsratspräsident Hans Schweickardt vor 665 Aktionären an der Generalversammlung am Donnerstag in Olten SO. Die Grundsatzfrage, Kernenergie ja oder nein, sei heute offen.

Die Existenz der Alpiq als Unternehmen hänge nicht von einer einzelnen Technologie ab, führte Schweickardt aus: "Wir haben zwar unsere Erfahrungen und Überzeugungen. Aber wir sind offen für verschiedene Wege." Man sei flexibel und akzeptiere politische Entscheide.

Greenpeace abgeblitzt

Er lehnte die Forderung ab, das Rahmenbewilligungsgesuch für das AKW Gösgen II im solothurnischen Niederamt zurückzuziehen. Ein Vertreter der Umweltorganisation Greenpeace hatte als Kleinaktionär an der GV den Rückzug verlangt. Der Konzern müsse auf neue AKW verzichten, um den Ausstieg einzuleiten.

Die vom Bundesrat beschlossene Sistierung der Gesuche sei der "einzig richtige Schritt", betonte Schweickardt. Es solle "nicht per Schnellschuss" entschieden werden. Der Solothurner Regierungsrat Christian Wanner, Vizepräsident des Verwaltungsrates, lobte den Bundesrat für das Vorgehen.

Neben einem weiteren Vertreter von Greenpeace meldeten sich auch zwei Kleinaktionäre zu Wort, die sich ausdrücklich für die Atomenergie einsetzten.

AKW-Planungskosten abgeschrieben

Aus der Sistierung der AKW-Gesuche zog der Energiekonzern bereits eine Konsequenz. Alpiq schrieb die bisher angefallenen Planungskosten von 35 Millionen Franken für das Projekt Gösgen II ab.

Der Wert der für die Gesuche geleisteten Arbeiten sei nach den Rechnungslegungsstandards nicht mehr gegeben, sagte Alpiq-Chef Giovanni Leonardi.

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SDA-ATS