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Berlin, Wolfsburg, Mailand, London: In den Top-Ligen Europas stehen einzelne Trainer im Fokus. Willy Sagnol, Martin Schmidt, Vincenzo Montella und Antonio Conte stehen vor einem besonderen Wochenende.

Olympiastadion...

Berlin, Sonntag, 15.30 Uhr, Hertha Berlin - Bayern München: Im Spiel 1 nach Carlo Ancelotti sind die Augen auf Willy Sagnol gerichtet. Der Franzose betreut die Bayern-Star-Truppe nach der Entlassung des italienischen Trainers zum ersten Mal - und wohl auch zum letzten Mal.

Man wolle schon in der kommenden Länderspielpause einen neuen Trainer finden, sagte am Freitag Klub-Präsident Uli Hoeness. Sagnol darf nur für zwei Stunden im Fokus stehen. Der FC Bayern erklärte sich am Freitag zur Trainer-Suche, Sagnol als aktueller (Interims-)Coach durfte sich aber nicht einmal auf einer Pressekonferenz zum Spiel vom Sonntag äussern.

Sagnol, der bisher Assistent von Ancelotti war, soll nicht die Bürde der Verantwortung tragen. "Ich erwarte jetzt von der Mannschaft eine positive Entwicklung und absoluten Leistungswillen, damit wir unsere Ziele für diese Saison erreichen", sagte Bayerns CEO Karl-Heinz Rummenigge.

...VW-Arena...

Wolfsburg, Samstag, 15.30 Uhr, Wolfsburg - Mainz: Der Walliser Martin Schmidt hat Wolfsburg schon zwei Mal betreut. Auf ein enttäuschendes Remis im Heimspiel gegen Werder Bremen folgte ein nicht erwartetes 2:2 bei Bayern München - nach 0:2-Rückstand. Nun trifft der 50-jährige Schweizer schon im dritten Spiel ausgerechnet auf den FSV Mainz, den er noch in der letzten Saison trainiert hat. "Ich kenne bis auf die Neuzuzüge diese Mannschaft sehr gut, Trainer Sandro Schwarz ist ein enger Freund von mir", sagte Schmidt.

Trotzdem verspüre er keine Sentimentalitäten, so der Walliser. "Ich habe Abstand genommen, und um in Erinnerungen zu schwelgen, fehlt ohnehin die Zeit." Seit etwas mehr als anderthalb Wochen ist Schmidt in Wolfsburg tätig. Die Mannschaft ist schlecht in die Bundesliga gestartet und hat aus sechs Spielen nur sechs Punkte geholt. Eine schnelle Siegesserie wird von Schmidt nicht primär erwartet. Er soll im Team Leidenschaft und Begeisterung wecken und aus einer Gruppe talentierter Spieler eine schlagkräftige Mannschaft formen.

...Giuseppe Meazza...

Mailand, Sonntag, 18.00 Uhr, Milan - AS Roma: Vincenzo Montella hat mit Milan in dieser Saison zwölf Pflichtspiele in der Serie A und der Europa League bestritten. Gewonnen haben die Mailänder zehn davon. Doch die beiden Niederlagen gegen Lazio Rom und Sampdoria Genua haben die Position des Trainers Montella geschwächt. Viele Beobachter sind der Meinung, dass Milan in den beiden Partien gegen die AS Roma und nach der Länderspielpause im Derby gegen Inter Mailand gut aussehen muss, sonst könnte Montella seinen Job schnell los sein.

Die Situation für den Trainer ist heikel, die Atmosphäre im Klub angespannt. Zwei Niederlagen in sechs Meisterschaftsspielen sind nicht das, was sich die chinesischen Besitzer nach ihren Investitionen von über 200 Millionen Euro in neue Spieler erwartet haben. Montella ist nicht zu beneiden. Er hat zwar viele gute Spieler bekommen, doch braucht es Zeit, die hochwertigen Puzzleteile zusammenzufügen.

Dreier- oder Viererabwehr? Zweimann- oder Dreimannsturm? Wo spielt der Türke Hakan Calhanoglu? Wo der Spanier Suso? Soll er im Angriff auf den routinierten Kroaten Nikola Kalinic oder auf den jungen Portugiesen André Silva setzen? Montella hat derzeit kaum Zeit, um auf alle diese Fragen eine Antwort zu finden.

...Stamford Bridge...

London, Samstag, 18.30 Uhr, Chelsea - Manchester City: Während in München ein italienischer Star-Trainer entlassen wurde, huldigten die Medien in London einem anderen Italiener. Coach Antonio Conte wird für den 2:1-Auswärtssieg von Chelsea gegen Atletico Madrid bejubelt. "Ein wahrer Stratege", schrieb die "Daily Mail".

Aufgrund der souveränen Art sei es einer der grössten Coups gewesen, der einem englischen Team in der Champions League auswärts gelungen sei, schrieb die Zeitung. Verglichen wird der Sieg Chelseas mit dem Triumph von Manchester United im April 1999 bei Juventus Turin. Bei den Italienern spielte damals übrigens Antonio Conte im Mittelfeld.

Zeit, den Sieg in Madrid zu geniessen, hat Conte nicht. Schon am Samstag steigt für sein Team das Spitzenspiel in der Premier League gegen Leader Manchester City. Chelsea ist auf ein positives Resultat angewiesen. Bei einer Niederlage würde der Rückstand bereits auf sechs Punkte anwachsen.

Conte kritisierte die Ansetzung des Spiels noch an der Pressekonferenz in Madrid. "Wir kommen in der Nacht auf Donnerstag um 3 Uhr in der Früh in London an. Dann haben wir noch einen Tag, um ein so wichtiges Spiel wie das gegen Manchester City vorzubereiten. Das ist nicht richtig." Manchester City stehen für die Vorbereitung 24 Stunden mehr zur Verfügung. Das Team von Pep Guardiola hat in der Champions League schon am Dienstag gespielt.

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SDA-ATS