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Der vom Churer Bischof des Amtes enthobene Pfarrer von Sedrun GR predigt weiter via Internetfernsehen. Rechtlich habe der Bischof keine Handhabe, Reto Nay solche Auftritte zu verbieten.

Der ehemalige Pfarrer, den Bischof Vitus Huonder vor einem Monat des Amtes enthob, ist zwar nicht zu erreichen - auch für den Bischof nicht. Im Internetfernsehen gloria.tv (Eigenwerbung: "the more catholic the better") predigt der Gottesmann aber in alter Frische. Den letzten Beitrag stellt er erst vor ein paar Tagen ins Netz.

"Wir wissen nicht, wo Reto Nay sich aufhält. Er hat sich zwar gemeldet, es gibt aber noch keinen Gesprächstermin", sagte Bischof-Sprecher Giuseppe Gracia am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Nay hatte den Zorn der Bistumsleitung mit einem Beitrag über die "Pille danach" auf sich gezogen. Deutsche Bischöfe, die eine Einnahme der Pille in gewissen Situationen befürworten, wurden im Bild mit Hakenkreuz gezeigt. Das war dem Churer Bischof zu viel.

Bischof Huonder verlangte vom Sedruner Pfarrer, den Beitrag mit dem Hakenkreuz vom Sender zu nehmen. Überdies seien alle mit der Person des Churer Bischofs zusammenhängenden Beiträge zu löschen.

Huonders Empfehlung gelöscht

Das habe Pfarrer Nay "unseres Wissens getan", sagte Bistumssprecher Gracia. Auch eine frühere Empfehlung des Churer Bischofs, den Sender zu unterstützen, kann nicht mehr abgerufen werden.

Aufgeschaltet seien nur noch Fremdvideos mit dem Bischof, die nicht von gloria.tv selbst produziert worden seien. Dagegen sei rechtlich nichts zu machen, sagte Gracia.

Der Bischofssprecher vermutet den Aufenthalt von Nay "ausserhalb des Bistums Chur". Eine Rückkehr in das Bistum und eine Anstellung als Dorfpfarrer sind zwar nicht ausgeschlossen, aber an eine Bedingung geknüpft.

Unabdingbare Voraussetzung für eine allfällige Beschäftigung sei, dass sich Nay vom Video mit den Hakenkreuzen distanziere. Das sei bisher nicht geschehen, betonte Gracia.

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SDA-ATS