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Houston - Der Ölkonzern BP ist bei der geplanten Abdichtung der lecken Ölquelle im Golf von Mexiko einen entscheidenden Schritt vorangekommen. Der Entlastungskanal traf die vor knapp fünf Monaten ausser Kontrolle geratene Bohrung.
Dadurch ist der Weg frei, das Bohrloch auch knapp 4000 Meter unter dem Meeresgrund von unten mit Schlamm und Zement zu verschliessen und damit endgültig abzudichten ("Bottom Kill"-Verfahren). Mitte Juli hatte BP über dem defekten Ventil am Meeresboden eine riesige Stahlkappe angebracht und damit das monatelange Austreten des Öls beendet ("Top Kill"-Verfahren).
BP erwartet, dass das "Bottom-Kill"-Verfahren bereits am Samstag beendet sein wird, wie der Sonderbeauftragte der US-Regierung, Thad Allen, am Freitag mitteilte. Damit wäre das Bohrloch fast genau fünf Monate nach Beginn der schwersten Ölkatastrophe in der US-Geschichte endgültig versiegelt.
Auslöser war die Explosion und der Untergang der Bohrinsel "Deepwater Horizon" am 20. April. Mehr als vier Millionen Fass Öl flossen bis Mitte Juli ins Meer und verschmutzten Teile der US-Golfküste.
Admiral Allen hatte stets betont, dass das Abdichtungsmanöver erst dann "komplett" ist, wenn das Reservoir auch von unten versiegelt ist.
Zu diesem Zweck hatte BP schon kurz nach der Explosion mit der Bohrung eines Seitentunnels begonnen. Nach Allens Angaben zeigten Sensoren und Druckveränderungen am Donnerstag an, dass diese Nebenleitung auf das Hauptbohrloch gestossen ist.

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SDA-ATS