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Das verheerende Erdbeben und die meterhohe Tsunamiwelle haben Schätzungen zufolge in Japan einen wirtschaftlichen Schaden von mindestens 180 Mrd. Dollar angerichtet. Auf die Versicherer werden weltweit Milliardenlasten zukommen, auch auf den Rückversicherungskonzern Swiss Re.

Der amerikanische Risiko-Spezialist AIR schätzt, dass allein das Erdbeben am Freitag der globalen Versicherungsindustrie Kosten von bis zu 35 Mrd. Dollar auferlegt. In dieser Kalkulation sind aber weder die Nachbeben noch die Folgen des Tsunami berücksichtigt.

Swiss Re wies in einer Mitteilung am Montag darauf hin, dass die Versicherung japanischer Eigenheime gegen die Folgen von Erdbeben und Tsunamis durch einen Regierungsfonds gedeckt sei. Für die Schäden durch jene Feuer, die an vielen Orten nach der Katastrophe ausgebrochen sind, müssen hingegen die Versicherer und damit auch die Rückversicherer zahlen.

Japanische Unternehmen sichern sich im grossen Stil über Industrie- und Betriebsversicherungen gegen Erdbeben-, Feuer- und Tsunamirisiken ab, die laut Swiss Re ebenfalls am privaten Versicherungsmarkt angeboten werden. Es werde "einige Zeit" brauchen, bis der Konzern das Ausmass der Schäden einschätzen könne, teilte Swiss Re mit.

Swiss-Re-Aktie verliert

Die Tsunami-Schäden dürften weit grösser sein als die durch das Erdbeben verursachten Zerstörungen, gibt Branchenexperte Fabrizio Croce vom Brokerhaus Kepler zu bedenken. Er befürchtet, dass deren Ausmass 100 Mrd. Dollar übersteigt. Laut Croce gehört Swiss Re zu dem am stärksten betroffenen Rückversicherern.

Die Anleger, die immer sensibel auf Naturkatastrophen reagieren, schickten die Swiss-Re-Aktie am Montag in den Keller: Am Nachmittag lag der Kurs um 4,5 Prozent unter dem Schlusskurs vom Freitag, nachdem er zeitweise noch tiefer gestanden hatte. Der Gesamtmarkt SMI war ebenfalls schwächer.

Börsensturz in Tokio

Wegen der Erdbebenkatastrophe verzeichnete der japanische Aktienmarkt am Montag starke Kursverluste. Der Nikkei-Index stürzte um 6,2 Prozent ab und schloss bei 9620 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index brach 7,5 Prozent auf 847 Punkte ein.

Das war der grösste Tagesverlust seit der Lehman-Brothers-Pleite im Oktober 2008. Die Angst vor schweren Nachbeben und weiteren Atomunfällen liess die Kurse zahlreicher Unternehmen in die Tiefe stürzen.

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SDA-ATS