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Im Erdbebengebiet auf den Philippinen fehlt es an allem. Erdrutsche und Nachbeben erschweren die Arbeit der Helfer. Die Armee fliegt Medikamente, Decken und Zelte in die Region. Jetzt wird auch das Essen knapp.

Tausende Überlebende sind von der Aussenwelt abgeschnitten und warten dringend auf Hilfe. Rettungskräfte erreichten abgelegene Dörfer nicht, weil viele Strassen am Donnerstag noch verschüttet und Brücken beschädigt waren.

Das Beben der Stärke 7,2 hatte Erdrutsche ausgelöst. Vielerorts blockierten Felsbrocken die Passage, es fehlten Medikamente und Nahrungsmittel. "Das Problem ist, wie wir die Hilfsgüter ausliefern sollen", sagte der Sprecher der Provinzregierung von Bohol, Tootsie Escobia. "Die Nachbeben und der Regen verlangsamen die Arbeiten ebenfalls."

Mindestens 161 Tote

Bei dem Beben waren am Dienstag mindestens 161 Menschen auf den Inseln Bohol, Cebu und Siquijor in den Zentralphilippinen ums Leben gekommen. Es war das schwerste Beben in dem Land seit 23 Jahren.

Der Katastrophenschutz rief am Donnerstag die Armee zur Hilfe. Sie will mit Transportflugzeugen und Schiffen weitere Hilfsgüter in die Region bringen. Helikopter flogen erste Medikamente und Nahrungsmittel sowie Trinkwasser, Zelte und Decken in die betroffenen Ortschaften rund 640 Kilometer südlich der Hauptstadt Manila, wie der Katastrophenschutz berichtete.

"Viele Überlebende haben kein Dach mehr über dem Kopf, deshalb sind Zelte so wichtig", sagte der Direktor des Nothilfeteams der Sozialbehörde, Resty Macuto.

Mehr als drei Millionen Menschen waren von dem Erdbeben betroffen. Die meisten Opfer starben auf der Insel Bohol. Dort wurden noch mindestens 21 Menschen vermisst. Sie dürften unter Trümmern begraben sein, fürchten Rettungskräfte. Nur unmittelbar nach dem Beben wurden drei Menschen lebend aus Trümmern gerettet. Seitdem haben die Rettungskräfte nur noch Leichen gefunden.

Es fehlt an Vielem

Etwa 400 Menschen wurden verletzt. Sie mussten in eilig aufgebauten Sanitätszelten versorgt werden, weil viele Spitäler auch beschädigt waren. "Wir brauchen Material für Infusionen, Spritzen, Schmerzmittel und Essen", sagte der Chef einer Klinik in Loon auf Bohol im Fernsehen. "Wir haben praktisch nur Reis zum Essen, und ein paar Sardinen."

Viele Geschäfte und Lager waren beschädigt, so dass der Nachschub vor Ort abriss. "Es gibt keine Möglichkeit, Vorräte zu kaufen, deshalb fürchte ich, dass wir die Hilfsaktionen nicht fortsetzen können", sagte der Bürgermeister der Stadt Capale auf Bohol, Sulpicio Yu.

SDA-ATS