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Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan (rechts) warnt in Richtung US-Präsident Donald Trump (links) vor einem Ende der Partnerschaft zwischen den beiden Ländern. (Archivbild)

KEYSTONE/AP/PABLO MARTINEZ MONSIVAIS

(sda-ats)

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat im Konflikt mit den USA vor einem Ende der Partnerschaft gewarnt. Gleichzeitig drohte er die Suche nach Alternativen an.

Sollte die US-Regierung die Souveränität der Türkei nicht respektieren, "dann könnte unsere Partnerschaft in Gefahr sein", schrieb Erdogan in einem am Freitagabend (Ortszeit) veröffentlichten Gastbeitrag der "New York Times". Seine Regierung könne sich genötigt sehen, "die Suche nach neuen Freunden und Verbündeten zu beginnen", führte der türkische Staatschef weiter aus. Die Türkei habe Alternativen.

Erdogan orientiert sich schon seit längerem nach Moskau, obwohl die Türkei Nato-Mitglied ist. In dem Gastbeitrag warf Erdogan der Regierung von US-Präsident Donald Trump zudem vor, den türkischen Prediger Fethullah Gülen nicht auszuliefern. Erdogan macht Gülen für den Putschversuch vom Juli 2016 verantwortlich. Erdogan schrieb nun, der Putschversuch ähnele dem, "was das amerikanische Volk zweifellos nach Pearl Harbor und den Angriffen vom 11. September erlebt haben".

Inmitten der Währungskrise in der Türkei hatten die USA am Freitag den Druck auf Erdogan erhöht. Im Streit um den in der Türkei festgehaltenen US-Pastor Andrew Brunson ordnete Präsident Donald Trump eine Verdoppelung der Sonderzölle auf Stahl und Aluminium aus der Türkei an. Die Lira brach daraufhin zeitweise um etwa ein Fünftel ein. "Unsere Beziehungen zur Türkei sind derzeit nicht gut", twitterte Trump später.

Die Türkei ist seit 1950 Nato-Partner der USA. Die türkische Luftwaffenbasis in Incirlik wird von US-Streitkräften genutzt.

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