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Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan (M) mit seinen EU-Gesprächspartnern Donald Tusk (r) und Jean-Claude Juncker

KEYSTONE/AP POOL REUTERS/FRANCOIS LENOIR

(sda-ats)

Nach monatelangen Spannungen ist der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan erstmals wieder zum direkten Gespräch mit der EU-Spitze zusammengekommen. Mit Erdogan trafen EU-Ratspräsident Donald Tusk und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker zusammen.

Tusk stellte nach eigenen Angaben die Frage der Menschenrechte ins Zentrum seiner Gespräche mit Erdogan. Zudem sei über die Notwendigkeit einer Kooperation zwischen der EU und der Türkei diskutiert worden, teilte Tusk am Donnerstag nach dem Treffen mit.

Der EU-Kommission zufolge sprach Erdogan mit Tusk und Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker rund 40 Minuten und dann eine halbe Stunde nur mit Juncker. Erdogan ging anschliessend weiter zum NATO-Gipfel.

Die 2005 gestarteten EU-Beitrittsgespräche mit der Türkei sind derzeit faktisch auf Eis gelegt. Die EU will sie ganz abbrechen, sollte die Türkei wie von Erdogan angekündigt die Todesstrafe wieder einführen.

Die EU äussert zudem seit Monaten Sorge über mögliche Rechtsstaatsverstösse nach dem Putschversuch voriges Jahr. Dennoch arbeitet sie mit Erdogan bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise eng zusammen und stellt dafür Milliarden bereit.

SDA-ATS

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