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Nach rund neun Jahren sind in Chile die Ermittlungen gegen die Familie Augusto Pinochets wegen illegaler Bereicherung eingestellt worden. Der zuständige Richter befand, dass die Witwe des früheren Diktators, Lucía Hiriart, sowie deren Sohn und drei Töchter keine Verantwortung für die Veruntreuung von Staatsgeldern in der sogenannten Riggs-Affäre trügen.

Dies berichtete wie die Online-Ausgabe der Zeitung "El Mercurio" am Montag berichtete. Das Gericht erhob jedoch Anklage gegen sechs ehemalige Generäle und Oberste, die zum engeren Mitarbeiterkreis des Diktators gehörten. Ihnen drohen Haftstrafen von fünf bis zehn Jahren. Pinochet selbst war kurz nach seinem Tod 2006 entlastet worden.

Knapp 18 Millionen des Pinochet-Vermögens von mehr als 21 Millionen Dollar sind dubiosen Ursprungs, wie aus einem Bericht der staatlichen Chile-Universität hervorging. Ein Grossteil der Gelder war unter falschem Namen auf ausländischen Bankkonten angelegt. Eine Untersuchung des US-Kongresses hatte 2004 die Existenz von Geheimkonten bei der Riggs-Bank aufgedeckt. Während der Pinochet-Diktatur (1973-90) wurden etwa 3000 Regimegegner umgebracht.

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SDA-ATS