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Interlaken BE - Nach dem tödlichen Unfall auf einer Sommerrodelbahn bei Interlaken laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. Im Zentrum dürfte die Frage stehen, ob die Frau aus dem Rodel fiel oder ausgestiegen war und sich beim Abstieg zu Fuss tödlich verletzte.
Diese Theorie äusserte der Geschäftsführer der Rodelbahn, David Tschanz, in der Sendung "10 vor 10" am Montagabend. Die schwer verletzte Frau habe man zu weit von der Bahn weg gefunden, als dass sie aus dem Schlitten geschleudert worden wäre. Auch der Rodel und die Gurten seien intakt gewesen.
Er gehe davon aus, dass die Frau - möglicherweise aus Angst - aus dem Rodel gestiegen sei, um zu Fuss ins Tal zu steigen. Dabei müsse sich die 26-jährige Pakistanerin, die mit ihrem Mann und ihrem Kind den Ausflug unternommen hatte, in dem steilen Gelände tödlich verletzt haben.
Diese Version bestätigte die Polizei auf Anfrage am Dienstag nicht. Die Ermittlungen seien im Gang, sagte Heinz Pfeuti, Sprecher der Berner Kantonspolizei, auf Anfrage. Die Rodelbahn war am Dienstag noch geschlossen, wie auf Anfrage vor Ort zu erfahren war. Wann sie wieder aufgeht ist noch offen. Die Rodelbahn ist seit neun Jahren in Betrieb.
Diskussionen um die Sicherheit
Nach dem tödlichen Unfall sind erneut Diskussionen rund um die Sicherheit solcher Anlagen aufgeflammt. Immer wieder kommt es auf Sommerrodelbahnen zu mehr oder weniger schweren Unfällen, die meisten davon sind allerdings Auffahrunfälle.
Auf Betreiberseite ist man überzeugt, dass die Rodelbahnen sicher sind, solange sich die Gäste an die Instruktionen halten. Die Rodler müssen Gurten tragen, genügend Abstand zu vorausfahrenden Gefährten halten und ihr Tempo unter Kontrolle halten.
Die Rodel sind gemäss internationalen Richtlinien für den Bau und Betrieb von Sommerrodelbahnen mit einem benutzerunabhängigen Bremssystemen ausgerüstet, das verhindert, dass ein Rodel die Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h überschreitet. Die Rodler selber können das Tempo individuell mit einer Betriebsbremse regulieren.

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SDA-ATS