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Mexikanische Journalisten protestieren nach dem Tod von Javier Valdez für Gerechtigkeit. (Archiv)

KEYSTONE/EPA EFE/SASHENKA GUTIERREZ

(sda-ats)

Der Mitte Mai im mexikanischen Bundesstaat Sinaloa erschossene Journalist Javier Valdez ist von der Madrider Journalistenvereinigung (APM) posthum mit einem Ehrenpreis gewürdigt worden.

Nach Angaben der Jury erhielt Valdez die Ehrung am Dienstag wegen seines aussergewöhnlichen journalistischen Engagements. "In seinem Gedenken würdigen wir alle mexikanischen Journalisten, die ihr Leben dafür riskieren, mit Mut und Ehrlichkeit gegen das Klima der Gewalt in Mexiko und die Straffreiheit von Verbrechern vorzugehen", begründete die Jury ihre Entscheidung.

Zur Preisverleihung reiste Valdez' Witwe Griselda Triana aus Mexiko an. "Unsere Söhne wussten, dass ihr Vater einer sehr riskanten Arbeit nachgeht. Er war mutig und integer. Es war nie einfach, aber wir haben ihn bis zum letzten Moment unterstützt, denn wir konnten ihn nicht bitten, seine Arbeit zu beenden. Jemand musste über die mexikanischen Tragödien berichten", so die Witwe Triana.

Valdez war ein erfahrener Reporter, der sich auf Berichte über Rauschgiftschmuggel und das organisierte Verbrechen spezialisiert hatte.

Unter anderem arbeitete er für die überregionale Zeitung "La Jornada" und schrieb Bücher wie "Narcoperiodismo" und "Los Morros del Narco"; letzteres beschrieb das Schicksal junger Leute in Mexikos Drogen-Unterwelt. Immer wieder machte er die Gewalt gegen Journalisten und das Klima der Straflosigkeit in Mexiko zum Thema.

Valdez wurde am 15. Mai aus seinem Auto gezerrt und auf offener Strasse mit zwölf Schüssen regelrecht hingerichtet. Im Unterschied zu vielen anderen mexikanischen Opfern war Valdez sehr bekannt. Seine brutale Ermordung sorgte deswegen für besonders grosse Aufmerksamkeit.

Mexiko hat sich für Journalisten zu einem der gefährlichsten Staaten der Welt ausserhalb von Kriegsgebieten entwickelt. Seit Jahresbeginn wurden sieben Journalisten getötet.

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SDA-ATS