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In Deutschland haben im ersten Halbjahr Windturbinen und Photovoltaikanlagen mehr Strom geliefert als Kohlekraftwerke. (Archivbild: Windturbinen in der Nähe von Halle)

KEYSTONE/AP/MATTHIAS SCHRADER

(sda-ats)

In Deutschland ist erstmals mehr Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt worden als aus Kohle. Im ersten Halbjahr 2018 hätten Wind, Sonne oder Wasser mehr fast 118 Milliarden Kilowattstunden produziert

Das entspreche einem Anstieg von über zehn Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, wie der Bundesverband der Energiewirtschaft (BDEW) am Dienstag aufgrund vorläufiger Zahlen mitteilte. Der Anteil an der Stromerzeugung habe etwa 36 Prozent betragen. Braun- und Steinkohle zusammen produzierten dagegen mit 114 Milliarden Kilowattstunden gut zehn Prozent weniger. Die Erneuerbaren waren damit Deutschlands wichtigste Stromquelle.

BDEW-Hauptgeschäftsführer Stefan Kapferer sprach vor dem Hintergrund der Debatte über ein Enddatum für die Kohlekraft von eindrucksvollen Zahlen: "Der marktgetriebene, schrittweise Ausstieg aus der Kohleverstromung ist schon in vollem Gange."

In Deutschland laufen noch eine Reihe sehr alter, wartungsintensiver Kohlekraftwerke, die die Betreiber zunehmend aus Kostengründen vom Netz nehmen. Zudem wirkt sich der zuletzt stark gestiegene Preis für Kohlendioxid(CO2)-Verschmutzungsrechte im Rahmen des EU-Emissionshandels aus. Die Betreiber müssen dafür mehr Geld aufwenden, was die Anlagen unrentabler macht.

Am Freitag trifft sich die Kohlekommission der Bundesregierung zu ihrer zweiten Sitzung. Sie soll aus Gründen des Klimaschutzes ein Enddatum für das letzte Kohlekraftwerk festlegen und zugleich den besonders betroffenen Regionen neue wirtschaftliche Perspektiven aufzeigen.

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SDA-ATS