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Polizisten sichern nach Ausschreitungen eine Strasse in Johannesburg. Zahlreiche Geschäfte von Einwanderern wurden geplündert, grosse Schäden angerichtet.

KEYSTONE/EPA/KIM LUDBROOK

(sda-ats)

Nach der jüngsten Welle der Gewalt gegen Einwanderer haben Randalierer in Südafrika erneut zahlreiche Geschäfte geplündert. Etwa 100 Menschen waren nach Polizeiangaben an den Ausschreitungen in der Nacht zum Montag im Zentrum von Johannesburg beteiligt.

Viele Fenster und Türen der Geschäfte, die Ausländern gehören sollen, waren eingeschlagen. Lebensmittel und andere Waren lagen verstreut über den Boden, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete.

Ein somalischer Ladenbesitzer sagte, er habe keine Ahnung, warum der Mob sein Geschäft angegriffen habe. "Niemand sagte uns, was sie suchen." Eine Polizeisprecherin sagte, es habe sich noch niemand den Behörden anvertraut. Deshalb seien auch noch keine Ermittlungen wegen Gewalt oder Sachbeschädigung eingeleitet worden. Bislang habe es eine Festnahme gegeben.

In Südafrika sind Einwanderer zuletzt häufiger Opfer von ausländerfeindlichen Attacken geworden. Viele arbeitslose Südafrikaner werfen ihnen vor, Jobs wegzunehmen oder kriminell zu sein. "Leider ist Gewalt gegen Ausländer nichts Neues in Südafrika", räumte der Innenminister Malusi Gigaba kürzlich ein.

Am Freitag setzte die Polizei in Pretoria Tränengas, Wasserwerfer und Gummigeschosse gegen Hunderte Demonstranten ein, die gegen Einwanderer protestiert hatten. Zuvor war es auch in der Hauptstadt zu Vorfällen wie in Johannesburg gekommen.

SDA-ATS

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