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Zehntausende Menschen haben am Samstag in der thailändischen Hauptstadt Bangkok erneut den Rücktritt von Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra gefordert. Die Demonstranten zogen durch die Strassen, mehrere hundert von ihnen drangen zudem auf das Gelände des Regierungssitzes vor.

Der Amtssitz wird jedoch wegen der Proteste seit Monaten nicht vom Kabinett genutzt. Am Sonntag wird in Thailand rund die Hälfte der Sitze im Oberhaus des Parlaments, neu gewählt. Die übrigen Senatssitze werden von Institutionen vergeben, die eher als oppositionsnah gelten.

Der Polizei zufolge beteiligten sich etwa 30'000 Menschen an dem Marsch. Der Anführer der Opposition, Suthep Thaugsuban marschierte an vorderster Front mit. "Die Regierung soll wissen, dass wir von ihr genug haben", rief er.

Suthep versucht seit November, die Regierung zu stürzen. Der einstige Vize-Regierungschef hatte mit tausenden Anhängern Regierungsgebäude blockiert, Wahlen torpediert und Kreuzungen besetzt, aber die 2011 gewählte Regierung ist weiter im Amt.

Bei den Protesten kam etwa ein Dutzend Menschen ums Leben, darunter vier Kinder. Suthep brach die öffentlichen Blockadeaktionen daraufhin ab.

Korruptionsvorwürfe

Am Montag muss sich Ministerpräsidentin Yingluck, deren Anhänger vor allem den ärmeren Bevölkerungsschichten angehören, vor der nationalen Anti-Korruptions-Behörde verantworten. Ihr wird die Vernachlässigung ihres Amtes im Zusammenhang mit einem von ihr eingeführten System von Reis-Subventionen vorgeworfen.

Die Behörde wirft ihr vor, Warnungen vor Korruption und finanziellen Verlusten ignoriert zu haben. Yingluck droht im Falle einer formellen Beschuldigung ein Amtsenthebungsverfahren.

Seit Monaten befindet sich Thailand in einer politischen Krise. Die teilweise gewaltsamen Proteste der Opposition ebbten zuletzt aber ab. Die Regierungsgegner werfen Yingluck vor, eine Marionette ihres 2006 von der Armee gestürzten Bruders Thaksin zu sein. Er lebt im Exil, um einer Strafe wegen Korruption zu entgehen.

SDA-ATS