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Erneut Menschenrechtler im Nordkaukasus erschossen

Dieser Inhalt wurde am 25. Oktober 2009 - 12:06 publiziert
(Keystone-SDA)

Moskau - In der russischen Konfliktregion Nordkaukasus ist der Menschenrechtler und Oppositionspolitiker Makscharip Auschew erschossen worden. Unbekannte gabem Schüsse auf das Auto des Aktivisten aus der russischen Teilrepublik Inguschetien ab.
Das teilte die Staatsanwaltschaft nach Angaben der Agentur Interfax mit. Der Anschlag ereignete sich in der Teilrepublik Karbadino-Balkarien. Auschew gehörte zu den profiliertesten Oppositionellen in der fast täglich von Gewalt zwischen russischen Sicherheitskräften, islamistischen Rebellen und kriminellen Banden erschütterten Region.
Auchew hatte zeitweilig auch das regierungskritische Internetportal ingushetia.org geleitet, dessen früherer Betreiber Magomed Ewlojew im August 2008 in Polizeigewahrsam ums Leben kam. Auschew gehörte zudem dem Expertenrat des Menschenrechtsbeauftragten der russischen Regierung an.
Im Nordkaukasus wurden zuletzt immer wieder auch Menschenrechtler Opfer von Anschlägen. So hatte sich die im Sommer erschossene Aktivistin Natalia Estemirowa von der Organisation Memorial für die Aufklärung von Verbrechen gegen die Zivilbevölkerung eingesetzt.

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