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Bei den Protesten gegen die Regierung in Venezuela sind bereits 60 Menschen ums Leben gekommen.

KEYSTONE/EPA EFE/MIGUEL GUTIERREZ

(sda-ats)

Bei den anhaltenden Protesten gegen die Regierung in Venezuela ist erneut ein Demonstrant ums Leben gekommen. Der 20-Jährige starb am Sonntag in einem Spital der Stadt Lechería im Bundesstaat Anzoátegui, wie die venezolanische Staatsanwaltschaft mitteilte.

Der Mann war laut Medienberichten tags zuvor bei einer Demonstration - neben weiteren Menschen - verletzt worden. Nach fast acht Wochen landesweiten Protesten stieg die Zahl der Todesopfer damit auf 60. Mehr als 1000 Menschen wurden verletzt.

Im ölreichsten Land der Welt gehen seit Anfang April fast täglich Menschen auf die Strasse, um gegen eine Aushöhlung der Demokratie unter Präsident Nicolás Maduro zu protestieren. Auslöser der Protestwelle war die zeitweise Entmachtung des Parlaments, das von der Opposition kontrolliert wird.

Nach Jahren der Misswirtschaft leidet Venezuela zudem unter der höchsten Inflation der Welt und einer dramatischen Versorgungskrise. Es fehlen Lebensmittel und Medikamente, die Kindersterblichkeit war zuletzt um 30 Prozent gestiegen.

Maduro kritisiert Opposition

Der sozialistische Staatschef machte derweil oppositionelle Demonstranten für den Tod eines Ex-Soldaten am Rande der regierungskritischen Proteste verantwortlich. "Es ist ein Hass-Verbrechen", sagte Maduro am Sonntag in seiner wöchentlichen Fernsehsendung im Staatssender VTV.

Der 34-jährige frühere Leutnant der Nationalgarde war nach Angaben der Staatsanwaltschaft am Samstagabend in der Stadt Cabudare im Westen Venezuelas von mehreren Angreifern verprügelt und erschossen worden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft stand die Tat nicht in Zusammenhang mit den Protesten gegen Maduro.

Medienberichten zufolge wurde der Ex-Soldat jedoch attackiert, weil er eine Gedenkfeier für einen getöteten Demonstranten fotografiert hatte. Die Angreifer hatten das offenbar für eine Bespitzelung gehalten.

Maduro gab den Oppositionsführern eine Mitschuld, weil sie den Angriff nicht verurteilt hätten. Tatsächlich hatten mehrere führende Oppositionspolitiker den Vorfall kritisiert. Vize-Parlamentspräsident Freddy Guevara sprach von einem Lynchmord. Für Montag kündigte die Opposition weitere Protestkundgebungen an.

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SDA-ATS