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In Teheran und einigen anderen Städten der Islamischen Republik Iran hat es erneut Proteste gegen die schlechte Versorgungslage und das Mullah-Regime gegeben. (Archivbild)

KEYSTONE/PETER KLAUNZER

(sda-ats)

Im Iran ist es am Samstag in mehreren Städten den fünften Tag zu Protesten gegen die Führung gekommen. Hunderte Demonstranten versammelten sich staatlichen iranischen Nachrichtenagenturen und den Sozialen Medien zufolge in Teheran, Schiras, Karadsch und Ghom.

Die Menschen protestierten gegen gestiegene Lebenshaltungskosten. Die hohe Inflation geht auch auf den Verfall der Landeswährung Rial wegen der angedrohten US-Sanktionen zurück, die von Dienstag an wieder gelten sollen. Die Kundgebungen schlugen aber auch in Proteste gegen Korruption und gegen die Regierung um.

Die USA hatten im Mai das 2015 geschlossene Atomabkommen mit dem Iran einseitig gekündigt und neue Sanktionen angedroht. Dadurch könnte der als gemässigt geltende Präsident Hassan Ruhani zunehmend unter Druck geraten. Er hatte das Abkommen mit den USA, Russland, China, Grossbritannien, Frankreich und Deutschland ausgehandelt und versprochen, durch ein Ende der Sanktionen würden die Wirtschaft belebt und der Lebensstandard der Bevölkerung verbessert. Doch die Iraner verlieren die Geduld.

Mullahs unter Druck

Im Internet waren Videos zu sehen, die eine starke Polizeipräsenz im westlich der Hauptstadt Teheran gelegenen Karadsch zeigten. Auf andere Aufnahmen waren Dutzende Demonstranten in Teheran zu sehen, die "Tod dem Diktator" skandierten und sich gegen das staatliche und geistliche Oberhaupt Ajatollah Ali Chamenei wandten. Die Echtheit der Bilder war nicht zu überprüfen.

Am Freitag hatte die Polizei rund 500 Demonstranten auseinandergetrieben, die in Eschtehard, rund 100 Kilometer westlich von Teheran, gegen die Regierung protestiert hatten. Einige Demonstranten hätten Steine und Backsteine geworfen und ein Seminargebäude der schiitischen Geistlichen beschädigt, meldete die Nachrichtenagentur Fars.

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SDA-ATS