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Flüchtlinge in einem abgesperrten Camp auf Manus (Archiv)

KEYSTONE/EPA AAP/EOIN BLACKWELL

(sda-ats)

Erste Bootsflüchtlinge sind nach Jahren des Wartens in einem australischen Auffanglager in die USA ausgeflogen worden. Die Gruppe von 25 Umsiedlern habe das Camp auf der zu Papua-Neuguinea gehörenden Insel Manus am Dienstag verlassen können.

Dies berichteten örtliche Medien und die in Melbourne ansässige Menschrechtsgruppe Human Rights Law Centre. Die Umsiedlung der Flüchtlinge in die USA erfolgt mit einem Abkommen, das Australiens Regierung noch mit dem damaligen US-Präsidenten Barack Obama ausgehandelt hatte.

Demzufolge wollen die USA rund 1250 Menschen aus den von Australien betriebenen Camps auf Papua-Neuguinea aufnehmen, diese allerdings zuvor "extremen Kontrollen" unterziehen. 54 der Flüchtlinge bestanden bereits die Sicherheitschecks, darunter die 25 jetzt ausgeflogenen. Die restlichen der 54 Überprüften sollten in den kommenden Tagen von der ebenfalls zu Papua-Neuguinea gehörenden Insel Nauru folgen.

Hunderte Menschen warten in den Lagern auf beiden Inseln, um ebenfalls die Sicherheitschecks durchlaufen zu können. Australien nimmt seit 2013 keine Bootsflüchtlinge auf, sondern bringt sie in solchen Auffanglagern auf Pazifikinseln unter.

Obama-Nachfolger Donald Trump hatte die vor seiner Zeit getroffenen Vereinbarung zunächst abgelehnt und soll in einem Telefongespräch mit dem damaligen australischen Premier Malcom Turnbull deshalb auch ausfällig geworden sein. Doch willigte er schliesslich ein. Im Gegenzug will Australien einige Asylsuchende aus Zentralamerika aufnehmen.

Menschenrechtsaktivisten kritisieren immer wieder die Bedingungen in den Lagern, in denen etwa 2000 Menschen vornehmlich aus asiatischen Ländern seit vier Jahren leben.

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SDA-ATS