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Lange Schlangen vor den Wahllokalen bei der Präsidentenwahl in Simbabwe.

KEYSTONE/AP/TSVANGIRAYI MUKWAZHI

(sda-ats)

In Simbabwe hat die erste Präsidentenwahl nach der Ära Mugabe begonnen. Bereits vor Sonnenaufgang bildeten sich in der Hauptstadt Harare lange Schlagen vor den Wahllokalen.

Zur Wahl stehen der 75-jährige Emmerson Mnangagwa, ein früherer Vertrauter von Ex-Präsident Robert Mugabe, und der 40-jährige Anwalt und Pastor Nelson Chamisa. Umfragen sehen eine knappe Führung für Mnangagwa.

Sollte keiner der Kandidaten am Montag mehr als die Hälfte der Stimmen erhalten, findet am 8. September eine Stichwahl statt. Die Wahllokale sollen um 19.00 Uhr MESZ schliessen.

Im November hatte das Militär den seit 37 Jahren herrschenden Mugabe zum Rücktritt gedrängt. Sein Amt übernahm Mnangagwa, der als früherer Geheimdienstchef und Verteidigungsminister den Spitznamen "das Krokodil" trägt - in der Kultur des Landes ein Tier, das mit List und Rücksichtslosigkeit verbunden wird.

Mugabe, der Mnangagwa für seinen Sturz verantwortlich macht, sprach sich am Sonntag für die Wahl Chamisas aus. Über Facebook warf Mnangagwa daraufhin dem 94-jährigen Mugabe vor, eine Vereinbarung mit dem Oppositionskandidaten geschlossen zu haben. Beweise legte er dafür nicht vor. Chamisa gilt als charismatischer Redner, der insbesondere bei jungen und arbeitslosen Wählern Gehör findet.

Mugabe stand seit der Unabhängigkeit Simbabwes von Grossbritannien 1980 an der Spitze des Staates. Ihm wurden Korruption und Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen.

Mnangagwa versuchte zuletzt, Investoren ins Land zu holen, um die am Boden liegende Wirtschaft anzukurbeln. Die Arbeitslosenquote liegt nach einigen Schätzungen bei über 90 Prozent. Viele Investoren halten sich allerdings mit einem Engagement in dem rohstoffreichen Land zurück, weil sie die Wahlen abwarten wollen.

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