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Erste Zinserhöhung der EZB seit 2008 erwartet

Ungeachtet der weltweiten Krisenherde wird die Europäische Zentralbank (EZB) heute Donnerstag voraussichtlich die Zinswende einläuten. Experten erwarten wegen der anziehenden Inflation zunächst eine leichte Anhebung des Leitzinses für den Euro-Raum um 0,25 Punkte.

Der wichtigste Zins zur Versorgung der Kreditwirtschaft mit Zentralbankgeld war mitten in der Wirtschafts- und Finanzkrise im Mai 2009 auf das Rekordtief von 1,0 Prozent gesenkt worden.

Vor allem wegen immer teurerer Nahrungsmittel und Energie war die Teuerung im Euroraum zuletzt auf 2,6 Prozent geklettert. Damit liegt sie deutlich über dem von der EZB formulierten Stabilitätsziel von knapp unter 2 Prozent.

EZB-Präsident Jean-Claude Trichet hatte deshalb im März ungewohnt deutlich einen Zinsschritt angekündigt: "Eine Zinserhöhung bei unserer nächsten Sitzung ist möglich."

Höhere Zinsen helfen im Kampf gegen die Inflation, weil Kredite teurer werden - allerdings verteuern sie Kredite und bremsen die Konjunktur. Ein Ausstieg aus dem extrem billigen Geld dürfte daher die hoch verschuldeten Ländern wie Irland, Portugal oder Griechenland belasten, deren Wirtschaft bereits unter rigiden Sparprogrammen leidet.

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