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In der historischen Villa Patumbah im Zürcher Seefeld ist am Donnerstag das erste Heimatschutzzentrum der Schweiz eröffnet worden. Kernstück ist die Dauerausstellung "Baukultur erleben - hautnah!", wie der Schweizer Heimatschutz mitteilte. Dazu kommen eine Theatertour, Workshops und die Villa selbst.

Die Dauerausstellung beleuchtet das Thema Baukultur aus verschiedenen Blickwinkeln: Der Blick von oben zeigt die Veränderungen der Landschaft, der Blick nach vorn den Umgang mit Baudenkmälern, wie Zentrumsleiterin Karin Artho in der Mitteilung zitiert wird. Als Drittes "zoomt" die Ausstellung ganz nahe an handwerkliche Details.

Die zweite "grosse Attraktion", so der Heimatschutz, ist die Villa selbst. Sie war 1883-1885 von den Zürcher Architekten Chiodera & Tschudy für den Zürcher Kaufmann Carl Fürchtegott Grob-Zundel erstellt worden. Dieser war mit Tabakplantagen in Sumatra reich geworden. Patumbah heisst auf malaiisch "ersehntes Land".

Wechselvolle Geschichte

Nach Grob-Zundels Tod blieben dessen Witwe und Töchter in der Villa. 1910 schenkten sie die Anlage dem Diakoniewerk Neumünster. Später ging sie an die Stadt Zürich beziehungsweise die Stiftung Patumbah.

Die Villa durchlief eine wechselvolle Geschichte. Sie wurde als Erholungs- und als Altersheim genutzt, verfiel in einen Dornröschenschlaf oder sollte gar abgerissen werden. All das bildet den Stoff für das dritte Aushängeschild des Zentrums: die Theatertouren. Und schliesslich gibt es Workshops zu verschiedenen Themen.

Die Villa Patumbah sei ein Meisterwerk des Historismus, schreibt der Heimatschutz. Und der umgebende Park sei ein Vorzeigeobjekt der Gartenbaukunst und ein denkmalpflegerisches Glanzstück. Der Schweizer Heimatschutz hat die Anlage Anfang Juni in Miete übernommen.

Teure Renovation

Ab Frühsommer 2010 war die Villa drei Jahre lang erneuert worden. Die Renovation war viel teurer ausgefallen, als zu Beginn angenommen. Statt der ursprünglich veranschlagten 9 Millionen Franken kam das Vorhaben auf 15,3 Millionen Franken. Der Kanton Zürich erhöhte seinen Denkmalpflegebeitrag von 4,3 auf 6,95 Millionen Franken.

Der riesige Park ist seit 1929 in einen nördlichen und einen südlichen Teil geteilt. Im südlichen steht die Villa beziehungsweise das nun eröffnete Heimatschutzzentrum. Der nördliche ist in Privatbesitz. Um ein Wohnbauprojekt in diesem Teil gab es vor Jahren eine Kontroverse. Volk und Bundesgericht sprachen sich aber 2009 für die Wohnungen aus.

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SDA-ATS