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Schöftland AG - Das erste Wasserwirbelkraftwerk der Schweiz ist am Samstag im aargauischen Schöftland offiziell eingeweiht worden. Die Kleinanlage im Fluss Suhre deckt den Strombedarf von bis zu 25 Haushalten ab. Die Pilotanlage kostete 340'000 Franken.
Betreiberin der Anlage ist die Genossenschaft Wasserwirbelkraftwerke Schweiz. Das kleine Flusskraftwerk produziert seit November Strom, der ins öffentliche Netz eingespeist wird. Die Anlage sei eine "technische Innovation", sagte der Aargauer Regierungsrat Urs Hofmann bei der Einweihung.
Die spezielle Bauart gibt der Anlage den Namen: Das Flusswasser wird durch einen Kanal in ein rundes Becken mit einem Durchmesser von 6,5 Metern geführt. Von dort fliesst das Wasser durch eine Abflussöffnung unterirdisch ab. Die Fallhöhe beträgt 1,5 Meter.
Dabei entsteht ein Gravitationswirbel - wie beim Wasserabfluss in der Badewanne. In der Mitte des runden Beckens des Kraftwerkes hängt der 1,7 Tonnen schwere Rotor, der einem überdimensionierten Stabmixer gleicht. Dieser Rotor mit vier Schaufeln dreht sich 20 Mal pro Minute und treibt einen Generator an.
Erfunden hats ein ÖsterreicherJe nach Wassermenge produziert das erste Schweizer Wasserwirbelkraftwerk 10 bis 15 Kilowattstunden (kWh) elektrische Leistung. Dies entspricht einer Jahresproduktion von 80'000 bis 130'000 kWh. Das Patent für das Wasserwirbelkraftwerk gehört dem österreichischen Diplomingenieur Franz Zotlöterer.
Die Genossenschaft sieht eine rosige Zukunft für diese Kleinkraftwerke. Sie plant nach eigenen Angaben den Bau von 30 weiteren Anlagen. Beim Bund und der nationalen Netzgesellschaft Swissgrid seien 13 Gesuche für die kostendeckende Einspeisevergütung hängig.
Ein Fluss brauche für eine Anlage nur ein geringes Gefälle sowie eine Wassermenge von rund 1000 Litern pro Sekunde. Die Eingriffe in die Natur seien gering, und die Fische könnten die Anlage passieren, hält die Genossenschaft fest.

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SDA-ATS