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Damaskus - Erstmals seit dem Abzug ihrer Botschafterin nach dem Mord an dem libanesischen Ministerpräsidenten Rafik Hariri vor fast sechs Jahren haben die USA wieder einen Botschafter nach Syrien entsandt.
Der US-Diplomat Robert Ford sei am Sonntag in Damaskus eingetroffen und werde in der kommenden Woche dem syrischen Präsidenten Baschir el Assad seine Akkreditierung überreichen, teilte ein Mitarbeiter der US-Botschaft mit. Die Ernennung Fords Ende letzten Jahres zeige, dass US-Präsident Barack Obama trotz eine Reihe von Differenzen bereit sei, mit Syrien zusammenzuarbeiten.
Ford tritt sein Amt inmitten einer politischen Krise im benachbarten Libanon an. Die schiitische Hisbollah hatte vergangene Woche aus Protest gegen die Zusammenarbeit von Regierungschef Saad Hariri mit dem UNO-Sondertribunal bei den Ermittlungen zum Mord an seinem Vater Rafik Hariri ihre Minister aus der Regierung zurückgezogen.
Das UNO-Gericht verdächtigt laut Medienberichten die Hisbollah, hinter dem Attentat auf den damaligen Regierungschef im Februar 2005 zu stecken.
Die schiitische Partei ist eng mit Syrien verbündet, das schon wenige Tage nach dem Anschlag selbst ins Visier der Ermittler geraten war. Aus Protest gegen die mutmassliche Verwicklung in den Mord an dem pro-westlichen Politiker zog Washington seine damalige Botschafterin Margaret Scobey aus Damaskus ab.
Die USA verdächtigen Syrien zwar weiterhin, hinter dem Mord zu stecken, doch ist Obama anders als sein Vorgänger George W. Bush zum Dialog bereit.
Die USA wollen, dass Damaskus seine Unterstützung für die libanesische Hisbollah und die palästinensische Hamas aufgibt, die Washington als terroristische Organisationen betrachtet. Damaskus seinerseits erwartet sich von den USA Hilfe bei der Rückgabe der von Israel seit 1967 besetzten Golanhöhen.

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SDA-ATS