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Tiere tarnen sich, um in freier Wildbahn zu überleben. Besonders häufig sind optische Täuschungen im Fischreich. Perfekt an ihre Umgebung passen sich die so genannten "Blattfische" an. Sie sehen farblich und von der Form her aus wie ein welkes Laubblatt.

Verstärkt wird dieser Eindruck durch ihre schräge Körperhaltung beim Schwimmen. Laien könnten die rund acht Zentimeter langen Fische wegen ihres pastellfarbigen, grün-braunen Körpers und ihrer flachen Form auf den ersten Blick mit einem welken Laubblatt verwechseln, sagte Samuel Furrer, Kurator im Zoo Zürich, am Mittwoch vor den Medien.

In der Natur leben die Blattfische in langsam fliessenden Gewässern im Amazonasgebiet in Ufernähe. Sie sind Raubtiere und lassen sich in Zeitlupe an ihre Beute herantreiben. Sind sie nahe genug, schnappen sie sekundenschnell zu. Ihr Maul öffne sich wie eine Ziehharmonika und sauge die Nahrung ein, erklärte Furrer.

Zur Demonstration streute Jean Stähli, Tierpfleger im Zoo Zürich, kleine Fische, so genannte Guppies, ins Aquarium. Die Blattfische fressen nur lebendiges Futter und sind gemäss Kurator Furrer sehr hungrig. Weil in Zürich 19 Blattfische leben und ein einziger zehn Fischchen verschlingt, müssten so täglich fast zweihundert Guppies verfüttert werden.

Um dies zu vermeiden, schwimmen in Zürich Blattfische aus dem Basler Zoo. Den dortigen Tierpflegern ist es gelungen, die Fische an Frostfutter zu gewöhnen. Die Verantwortlichen im Zürcher Zoo wollen mit ihren Blattfischen eigenen Nachwuchs züchten.

Zoo erwartet Nachwuchs

Frisch geschlüpft und doch bereits ganz munter ist in Zürich auch ein anderer Zoobewohner: der blaue Baumwaran. Aufgeschreckt von neugierigen Fotografen flitzt die Mitte Januar geborene Echse durch ihre Glasbox. Sie klemmt sich an einem dünnen Ast fest und wickelt den Schwanz um einen Baumstamm, um sich zu stabilisieren.

Der Zuchterfolg von insgesamt zwei Baumwaranen in Zürich ist eine nationale Premiere, wie Kurator Furrer sagte.

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SDA-ATS