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Serbien setzt auf eine enge Zusammenarbeit mit dem UNO-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag als Voraussetzung für eine baldige Mitgliedschaft in der Europäischen Union. Die Aufnahme in die EU "so rasch wie möglich" sei "strategisches Ziel Serbiens", sagte der serbische Präsident Boris Tadic.

Deshalb werde sein Land auch weiterhin die Suche nach dem wegen Völkermordes gesuchten Ex-General Ratko Mladic fortsetzen, um ihn auszuliefern, sagte der Präsident vor der parlamentarischen Versammlung des Europarates in Strassburg.

Noch vor wenigen Wochen hatte der UNO-Chefankläger für Ex-Jugoslawien, Staatsanwalt Serge Brammertz, den Serben mangelnden Einsatz bei der Suche vorgeworfen und "ein klares politisches Bekenntnis" der Führung in Belgrad verlangt.

Die uneingeschränkte Zusammenarbeit mit dem Tribunal gilt als Voraussetzung eines EU-Beitritts Serbiens. Das Land hatte Ende 2009 einen Aufnahmeantrag eingereicht. Mladic ist der Hauptverdächtige für den Völkermord an rund 8000 Muslimen in Srebrenica im Sommer 1995.

Tadic stimmte der Forderung des Europarates zu, die Vorwürfe über mutmasslichen illegalen Organhandel im Kosovo durch eine internationale Untersuchung klären zu lassen. Die Behauptungen über diese schrecklichen Verbrechen dürften nicht unter den Teppich gekehrt werden, sagte Tadic. "Die Verantwortlichen müssen zur Rechenschaft gezogen werden".

Die parlamentarische Versammlung des Europarates hatte am Dienstag den Bericht des Schweizer Abgeordneten Dick Marty verabschiedet. Darin wurde die EU-Polizei- und Justizmission im Kosovo (EULEX) aufgefordert, die Vorwürfe zu untersuchen.

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SDA-ATS