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Die EU bietet Europas Gemüsebauern 150 Millionen Euro Entschädigung für die verheerenden Ausfälle aus der EHEC-Welle an. Doch mehreren Ländern ist das zu wenig. Inzwischen stieg in Deutschland die Zahl der EHEC-Toten auf 23. Die Herkunft des Erregers bleibt unbekannt.

Die EHEC-Ermittler mussten einen neuen Rückschlag hinnehmen. Eine von einem Patienten abgegebene Sprossen-Probe erwies sich als EHEC-frei. Es sei für alle Beteiligten "absolut unbefriedigend und auch beängstigend, dass die Quelle noch nicht gefunden wurde", sagte die Hamburger Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks.

Ein 42-jähriger Hamburger hatte das Sprossengemüse eines inzwischen gesperrten Hofs in Niedersachsen im Kühlschrank vergessen. Die mehrere Wochen alte Packung hätte den Behörden dabei helfen können, die Infektionsquelle zweifelsfrei nachzuweisen. Erste Laborproben aus dem betroffenen Hof in Bienenbüttel waren negativ ausgefallen.

30 Prozent des Verkaufspreises

Bei einem Dringlichkeitstreffen der EU-Landwirtschaftsminister in Luxemburg schlug EU-Landwirtschaftskommissar Dacian Ciolos vor, dass Landwirte für ihre unverkäuflich gewordenen Gurken, Tomaten, Paprika, Zucchini und Salate 30 Prozent des durchschnittlichen Verkaufspreises aus einem Notfallfonds der EU erhalten sollen.

Abgefangen würden die Einbussen für die Zeit der Krise ab dem 27. Mai bis Ende Juni. Zusätzlich zur direkten EU-Hilfe würden Genossenschaftsmitglieder ein weiteres Drittel des Durchschnittspreises von ihren Organisationen erstattet bekommen, erläuterte sein Sprecher. Für freie Bauern gäbe es nur die 30 Prozent aus Brüssel.

Länder wollen 100 Prozent

"Das reicht nicht", sagte die spanische Ressortchefin Joaquina Rosa Aguilar Rivero. "Wir fordern eine Entschädigung von 100 Prozent für alle Landwirte." Ihr französischer Kollege Bruno Le Maire forderte ebenfalls eine hundertprozentige Entschädigung von der EU. Die Gemüsebauern treffe keinerlei Schuld.

Kommissar Ciolos ging auf die Forderungen zunächst nicht ein. Man werde die genauen Schätzungen in den kommenden Tagen und Wochen abwarten und sehen, ob das Geld reiche.

Nach Angaben des Europäischen Bauernverbandes Copa-Cogeca belaufen sich die Einbussen für die Gemüse- und Obstproduzenten in der EU auf mehr als 400 Mio. Euro pro Woche. Spanien ist mit einem Einbruch von 200 Mio. Euro am härtesten getroffen.

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SDA-ATS