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EU-Finanzminister wollen Krisenmechanismus für Euroländer

Dieser Inhalt wurde am 09. Mai 2010 - 22:48 publiziert
(Keystone-SDA)

Brüssel - Mit einem Krisenmechanismus sollen Euroländer künftig vor einem Staatsbankrott und Spekulanten geschützt werden. Für die 27 EU-Finanzminister war Eile geboten, wollten sie doch den Mechanismus vor der Öffnung der Märkte am Montag verabschieden.
Allerdings verzögerte sich der Entscheid beim Sondertreffen am Abend in Brüssel: Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble musste kurz nach seiner Ankunft in ein Brüsseler Spital eingeliefert werden. Offenbar habe er ein neues Medikament nicht vertragen, sagte sein Sprecher gegenüber deutschen Nachrichtenagenturen.
Rasch wurde Innenminister Thomas de Maizière aufgeboten, der gegen 20.30 Uhr in Brüssel eintraf. Erst dann wurde die Sitzung fortgesetzt. Die Finanzminister sollten den Plan absegnen, mit dem ein genereller Nothilfemechanismus für die Euroländer geschaffen werden sollte - etwas, das bisher für die Eurozone nicht vorgesehen war. Laut Diplomaten gestalteten sich die Verhandlungen schwierig.
Deutschland schlug am späteren Abend beim Sondertreffen einen Hilfsfonds von 500 Milliarden Euro zur Rettung des Euros vor. Das erfuhr die französische Nachrichtenagentur AFP aus diplomatischen Kreisen.
"Deutschland hat einen Vorschlag von 500 Milliarden Euro gemacht", sagte ein Diplomat in Brüssel. Offenbar soll auch der Internationale Währungsfonds (IWF) in die Hilfe eingebunden werden.
Einerseits würde die EU-Kommission rund 60 Milliarden Euro über Kredite an den Finanzmärkten aufnehmen. Andererseits sollen weitere 440 Milliarden Euro bei Bedarf von den Euroländern und dem IWF kommen. Dafür seien "bilaterale Kredite, Garantien für Anleihen und Kreditlinien des IWF im Gespräch", hiess es weiter.

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