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New Orleans - Angesichts der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko fordert die EU-Kommission einen Stopp für Tiefsee-Bohrungen in der Nordsee. EU-Energiekommissar Günther Oettinger rief die Mitgliedsstaaten dazu auf, für europäische Gewässer neue Bohrungen unter extremen Bedingungen vorerst nicht mehr zu genehmigen.
Das sagte Oettingers Sprecherin am Mittwoch in Brüssel vor einem geplanten Treffen mit Vertretern der Ölbranche. Bei den Gesprächen sollte es um strengere Kontrollen und Sicherheitsauflagen gehen.
Die bestehenden Sicherheitsvorkehrungen reichen der EU-Kommission nicht aus. Zur besseren Sicherheit sollte die EU demnach die nationalen Behörden zusätzlich kontrollieren und mehr Aufsicht ausüben.
Nach den EU-Plänen sollen alle grossen Ölfirmen ihre Sicherheitsmassnahmen und Notfallpläne an die weltweit höchsten Standards anpassen. Bei Unfällen soll das Verursacherprinzip gelten, so dass die Konzerne für die Kosten aufkommen müssen. Im Herbst könnte die Kommission konkrete Gesetzesvorschläge machen, die 2011 vorliegen würden.
Nach Kommissionsangaben stehen in der Nordsee rund 400 Ölförderanlagen. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace kritisierte, dass grosse Ölkonzerne in der Nordsee und im Nordatlantik in der Tiefsee bohren, "ohne für den Notfall technisch oder finanziell ausreichend abgesichert zu sein".
Abdichtung überraschend verschoben
Unterdessen hat der britische Ölkonzern BP den mit Spannung erwarteten Test einer neuen Öl-Auffangklappe im Golf von Mexiko überraschend verschoben. BP habe den Belastungstest für die neue Abdichtung über dem Ölleck in letzter Minute verschieben müssen, sagte BP-Manager Kent Wells am Mittwoch.
"Diese Prüfung ist so wichtig, dass wir uns weitere 24 Stunden für die Vorbereitung genommen haben." Das Team aus Experten der Ölindustrie und der US-Regierung werde im Laufe des Tages noch einmal zusammenkommen, um über die weiteren Schritte zu entscheiden.
BP hatte zunächst geplant, am Dienstag mit der Testreihe anzufangen, die bis zu 48 Stunden dauern sollte. Die Ergebnisse sollen zeigen, ob der Zylinder das Loch in 1500 Meter Tiefe anders als bisherige Konstruktionen vollständig und dauerhaft schliessen kann.

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SDA-ATS