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EU hält Versprechen für Entwicklungshilfe nicht ein

Die EU-Staaten haben 2010 deutlich weniger Geld für Entwicklungshilfe ausgegeben als versprochen. Im vergangenen Jahr lagen die Zahlungen der 27 EU-Staaten bei 53,8 Milliarden Euro, teilte die EU-Kommission am Donnerstag in Brüssel mit.

Das waren 14,5 Milliarden Euro weniger als die Regierungen 2005 zugesagt hatten. Damals hatten die EU-Regierungen verkündet, bis zum Jahr 2015 die Entwicklungshilfe auf 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens zu erhöhen. 2010 sollten es 0,56 Prozent sein. Tatsächlich jedoch lag der Anteil im vergangenen Jahr lediglich bei 0,43 Prozent des Bruttonationaleinkommens.

"Die nationalen Budgets für Entwicklungshilfe müssen erhöht werden, wenn wir unsere ehrgeizigen Ziele für 2015 erreichen und glaubwürdig bleiben wollen", heisst es in einer Erklärung des zuständigen EU-Kommissars Andris Piebalgs.

Die EU blieb der weltweit grösste Geber von Entwicklungshilfe. Nur Schweden, die Niederlande, Luxemburg und Dänemark haben bisher die 0,7 Prozent-Marke erreicht. Nachdem wegen der Wirtschaftskrise die Ausgaben vieler Länder für Entwicklungshilfe im Jahr 2009 gesunken waren, erhöhten im vergangenen Jahr 17 Staaten die Hilfen wieder.

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