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Die Europäische Union hat bestätigt, dass die neuen Atomgespräche mit dem Iran am Samstag in Istanbul beginnen. Die EU erhoffe sich von dem Treffen "Ergebnisse, die ein Vorankommen erlauben", sagte ein Sprecher der Aussenbeauftragten Catherine Ashton am Montag in Brüssel.

Die vorangegangenen Gespräche der 5+1-Gruppe mit dem Iran waren im Januar 2011 in Istanbul ergebnislos abgebrochen worden. Der 5+1-Gruppe gehören die Vetomächte USA, Russland, China, Grossbritannien und Frankreich sowie Deutschland an.

Im Vorfeld der neuen Gespräche deutete sich Streit um die erst kürzlich vollendete iranische Atomanlage Fordo an. Während der Westen nach einem Bericht der "New York Times" die Schliessung der Anlage verlangen will, sprach der Chef des iranischen Atomprogramms, Fereidun Abbassi Davani, von "unlogischen Forderungen".

Kompromissbereitschaft des Irans

Iran signalisierte indes auch Kompromissbereitschaft. Der Direktor der iranischen Atomenergiebehörde, Ferejdun Abbasi, kündigte am Sonntag im Staatssender PressTV an, dass man nur noch für eine begrenzte Zeit Uran auf 20 Prozent anreichern werde.

Dieses Uran solle gelagert und in den kommenden Jahren ein einem Forschungsreaktor in Teheran genutzt werden. Der Iran will nach den Worten von Abbasi kein Uran über 20 Prozent anreichern und damit kein waffenfähiges Material herstellen.

Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu, dessen Land sich durch das iranische Atomprogramm direkt bedroht fühlt, warf dem Iran am Sonntag vor, die Gespräche mit dem Westen nutzen zu wollen, um "Zeit zu gewinnen" und die Welt in die Irre zu führen.

Sein Land werde die Atomgespräche genauestens verfolgen, kündigte Netanjahu an. Israel fühlt sich vom Iran in seiner Existenz bedroht und erwägt einen Angriff auf die Atomanlagen.

SDA-ATS