Navigation

Sprunglinks

Hauptfunktionen

EU-Kommission akzeptiert keine "Rückschritte" bei Schengen

Die EU-Kommission akzeptiert keine Rückschritte bei Schengen. Das sagte ein Kommissionssprecher am Donnerstag. Dänemark hatte am Mittwoch angekündigt, die Kontrollen an den Binnengrenzen zu verstärken.

Allerdings betonte der dänische Integrationsminister Sören Pind am Rand des EU-Sonderrats der Innenminister in Brüssel, die Kontrollen bezögen sich einzig auf Güter. Sie würden permanent eingeführt, aber nicht systematisch angewandt. Damit bewege sich Dänemark im gesetzlich vorgegebenen Rahmen der Zollunion.

Die EU-Kommission habe bisher erst Kenntnis von der politischen Vereinbarung in Dänemark, warte aber noch auf detailliertere Informationen der dänischen Behörden zu den angestrebten neuen Kontrollen, sagte der Kommissionssprecher. Dabei wolle die EU-Kommission prüfen, ob sich die Kontrollen auf Personen oder Waren beziehen würden, wie die österreichische Presse Agentur APA schreibt.

Reaktion auf Flüchtlinge aus Nordafrika

Die EU-Innenminister diskutieren bei ihrem Sondertreffen Vorschläge der EU-Kommission, Personenkontrollen an den Binnengrenzen des Schengenraum "befristet" wieder einzuführen. Allerdings möchte die Kommission dies jeweils von Fall zu Fall "auf europäischer Ebene" entscheiden. Bisher obliegt dieser Entscheid den einzelnen Mitgliedstaaten.

Die Diskussionen um eine Konkretisierung der Schengenregeln sind durch die Flüchtlinge aus Nordafrika angestossen worden. Allerdings betonen sowohl die Kommission wie auch zahlreiche Mitgliedstaaten, dass es sich dabei bisher um keine Massenflucht handle.

Italiens Innenminister Roberto Maroni beklagte allerdings die "unzulängliche Hilfe" seitens der EU in der Flüchtlingsfrage. "Die EU ist zu langsam bei der Umsetzung der Beschlüsse." Er hoffe nun, dass es "endlich zu Taten" komme. Allerdings sind beim Rat vom Donnerstag keine Entscheide zu erwarten.

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.