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EU-Mitgliedsstaaten können Wohnbauprojekte für Minderheiten fördern

Dieser Inhalt wurde am 20. Mai 2010 - 17:28 publiziert
(Keystone-SDA)

Brüssel - Wohnbauprojekte für Minderheiten wie die Roma können künftig in allen Mitgliedstaaten mit EU-Geldern gefördert werden. Das Europaparlament nahm am Donnerstag einen entsprechenden Vorschlag der EU-Kommission an, auf den sich die 27 EU-Staaten bereits geeinigt hatten.
Geld aus dem europäischen Regionalfonds EFRE werde ab sofort auch gezahlt, um ausgegrenzten Bevölkerungsgruppen günstige Wohnungen anzubieten, teilte die Kommission in Brüssel mit. Wieviel Geld für die Wohnbauprojekte zur Verfügung steht, konnte die Kommission nicht sagen.
"Die Regionalpolitik wird nun dazu beitragen können, den Teufelskreis zu brechen, in dem die Roma-Gemeinschaften allem Anschein nach gefangen sind", sagte der zuständige EU-Kommissar Johannes Hahn. Viele Roma lebten in Armut und seien sozial ausgegrenzt.
Die zehn bis zwölf Millionen Roma bilden die grösste ethnische Minderheit in der EU. Sie sollen nach dem Willen Brüssels besser integriert werden.
Bislang förderte die EU derartige Bauvorhaben nur in den zwölf neuen EU-Ländern, darunter Bulgarien und Rumänien - und auch dort ausschliesslich beim Umbau von Mehrfamilienhäusern in städtischen Gebieten. Die meisten Roma leben nach Kommissions-Angaben allerdings in ländlichen Regionen.

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