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Strassburg/Brüssel - Das EU-Parlament hat sich gegen die Zulassung von Klonfleisch oder Milchprodukten geklonter Tiere ausgesprochen. Damit blockierten sie auch die dazugehörende Verordnung für "neuartige Lebensmittel", welche entsprechend hätte ergänzt werden sollen.
Die niederländische Berichterstatterin zum Thema begrüsste das Abstimmungsresultat. "Seit Jahren fordern EU-Abgeordnete klare Regeln für das Fleisch geklonter Tiere, es wird Zeit, dass die Kommission zuhört", sagte Kartika Liotard (Linke/Grüne). Der österreichische Volksparteivertreter, Richard Seeber, sprach von einem Bekenntnis des Parlaments zu einem EU-weiten Klonverbot.
Die EU-Kommission soll nun nach dem Willen des Parlaments eine neue Richtlinie erarbeiten, welche Nahrungsmittel von geklonten Tieren oder deren Nachkommen "explizit" verbietet. Bis dieses Gesetz vorliege, soll ein Moratorium jeglichen Verkauf verhindern.
Erwünscht scheinen Klonprodukte nicht zu sein: Eine Eurobarometer-Umfrage von Juli bis Oktober 2008 unter 25'000 Personen in den 27 EU-Staaten lieferte klare Resultate: Fast 60 Prozent der Befragten lehnten das Klonen von Tieren für die Lebensmittelproduktion ab.
Momentan gibt es in der EU keine klare Regelung über die Zulassung oder das Verbot des Verkaufs von Nahrungsmitteln geklonter Tiere. Bisher werden in der EU und der Schweiz keine solchen Produkte angeboten.
Nach dem Votum im Parlament ist nun der Ministerrat gefordert. Akzeptiert er die Position des EU-Parlaments in Sachen Klonfleisch nicht, muss ein Kompromiss zwischen den beiden Seiten gesucht werden. Die EU-Landwirtschaftsminister hatten sich vor einem Jahr dafür ausgesprochen, Nahrungsmittel von Nachkommen geklonter Tiere zuzulassen.

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SDA-ATS