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Inspektion in einem Geschäft in Brasília: Nach dem Fleischskandal im südamerikanischen Land dringt die EU offenbar auf einen Exportstopp.

KEYSTONE/AP/ERALDO PERES

(sda-ats)

Die Europäische Union fordert von Brasilien eine freiwillige Aussetzung der Fleischausfuhren in EU-Mitgliedsländer. Hintergrund ist der Gammelfleischskandal in dem südamerikanischen Land.

EU-Diplomaten sagten am Donnerstag in Brasília der Nachrichtenagentur Reuters, mit einem freiwilligen Verzicht könne Brasilien ein Importverbot verhindern. Die EU-Kommission hat in dieser Woche bereits die Einfuhr von Produkten aus vier brasilianischen Fleischverarbeitungsanlagen untersagt. EU-Experten treffen sich an diesem Freitag in Brüssel, um über das weitere Vorgehen zu beraten.

Die brasilianische Polizei wirft einigen Konzernen nach einer Razzia am Wochenende vor, vergammelte und überalterte Fleischprodukte auf den Markt gebracht zu haben. Die Regierung sprach daraufhin von Einzelfällen und betonte, die Qualität des Fleisches aus heimischer Produktion stehe nicht grundsätzlich in Zweifel.

Das Land ist mit einem jährlichen Ausfuhrvolumen von umgerechnet mehr als elf Milliarden Euro der grösste Rindfleischexporteur der Welt. Die Fleischbranche ist einer der wenigen florierenden Wirtschaftssektoren im rezessionsgeplagten Brasilien.

SDA-ATS

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