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Im Kampf gegen die hohe Jugendarbeitslosigkeit drückt die EU-Kommission aufs Tempo: Vorgesehene Fördergelder müssten schneller zum Einsatz kommen, forderte die Brüsseler Behörde in einem am Mittwoch veröffentlichten Papier.

Um Menschen unter 25 Jahren innerhalb von vier Monaten zu einer Arbeit, einer Ausbildungsstelle oder einem Praktikum zu verhelfen, können die Mitgliedstaaten auf EU-Gelder zurückgreifen.

Sechs Milliarden Euro sind dafür bis zum Jahr 2020 eingeplant. Diese Mittel für die sogenannte Jugendgarantie müssten schon in den kommenden beiden Jahren verwendet werden, erklärte die EU-Behörde. Die endgültige Einigung für den Finanzrahmen 2014 bis 2020 der Union steht allerdings noch aus.

"Wenn es nicht bald gelingt, die aktuellen Trends umzukehren, besteht die Gefahr, dass die aktuelle hohe Jugendarbeitslosigkeit die längerfristigen Beschäftigungsaussichten der jungen Menschen zunichtemacht", heisst es in dem Appell, den EU-Kommissionschef José Manuel Barroso eine Woche vor dem EU-Gipfel an die Staaten und das Europaparlament richtete. Bei dem Treffen steht das Themen neben der Finanzierung für mittelständische Unternehmen im Mittelpunkt.

Zum Handeln zwingen will Barroso vor allem jene Länder, in denen mehr als jeder Vierte unter 25 Jahren arbeitslos ist. Diese Staaten sollen bis zum Oktober einen Plan für die genaue Umsetzung der Jugendgarantie vorlegen. Die übrigen Staaten müssten solche Pläne erst im Frühjahr 2014 präsentieren. Über die Jugendarbeitslosigkeit beraten auch die Arbeits- und Sozialminister bei ihrem Treffen am Donnerstag in Luxemburg.

Über 60 Prozent Jugendarbeitslosigkeit

Traurige Rekorde schreiben insbesondere Griechenland (62,5 Prozent Jugendarbeitslosigkeit, neueste Zahlen vom Februar), Spanien (56,4 Prozent), Portugal (42,5 Prozent) und Italien (40,5 Prozent). Auch in der Slowakei, Zypern, Bulgarien, Polen, Ungarn, Irland und Frankreich war zuletzt mehr als ein Viertel aller jungen Menschen ohne Stelle.

Deutschland wies mit 7,5 Prozent eine extrem niedrige Jugendarbeitslosigkeit auf, der Durchschnitt aller 27 EU-Staaten lag im April bei 23,5 Prozent. Dabei spielen aber auch Recheneffekte eine Rolle: Die EU-Statistiker rechnen Studenten oder Auszubildende aus der Gruppe der Unter-25-Jährigen heraus. Dadurch macht sich jeder junge Arbeitslose in dieser Bezugsgruppe stärker bemerkbar, als es bei der Gesamtbevölkerung der Fall ist.

Neben Vorschlägen zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit legte die EU-Kommission auch Pläne zum Abbau bürokratischer Lasten für mittelständische Unternehmen vor. Auch Kapital der Europäischen Investitionsbank (EIB) soll stärker für Kredite an kleine und mittlere Unternehmen sowie als Ansporn für die Einstellung junger Menschen verwendet werden.

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SDA-ATS