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Die Europäische Kommission verschärft die Strahlengrenzwerte für Lebensmittel aus Japan. Einen entsprechenden Vorschlag der Kommission billigten die Mitgliedsländer am Freitag.

Die nun geltenden Werte für Jod-131, Cäsium-134 und Cäsium-137 entsprechen nun den in Japan geltenden geringeren Maximalwerten, wie die Kommission in Brüssel mitteilte.

Nach massiven öffentlichen Protesten hatte die Kommission schon zu Wochenbeginn angekündigt, die Grenzwerte für Cäsium-134 und Cäsium-137 an den in Japan geltenden Höchstwert anzugleichen. Dieser liegt bei 500 Becquerel. Bislang galt in Europa ein Grenzwert von 1.250 Becquerel.

Keine Gefahr für Gesundheit

Die EU vollzieht damit eine Kehrtwende. Erst Ende März hatte sie per Eilverordnung die entsprechenden Grenzwerte angehoben. Da die Anhebung nicht offensiv kommuniziert worden war und mit strengeren Kontrollvorgaben für japanische Lebensmitteln einher ging, war sie allerdings erst Tage später bekannt geworden. In der Folge gab es massive öffentliche Kritik.

Der Sprecher begründete das Umschwenken in der Grenzwertefrage zu Wochenbeginn mit den offensichtlichen Sorgen in der Öffentlichkeit. Für die Gesundheit der europäischen Bürger habe zu keiner Zeit eine Gefahr bestanden, da auch die noch gültigen Grenzwerte wissenschaftlich fundiert seien, hiess es.

Da in Japan, wo es vor dem Atomunfall keine klaren Regeln hinsichtlich der Strahlenbelastung gegeben habe, nun niedrigere Grenzwerte gälten, habe man sich jedoch entschlossen, die europäischen Werte diesen anzupassen.

Schiffe werden kontrolliert

In Japan sollen zudem Schiffe künftig auf radioaktive Verstrahlung untersucht werden. Schiffe, auf denen eine erhöhte Belastung gemessen werde, dürften die Häfen in Tokio, Kawasaki oder Yokohama nicht mehr Richtung Ausland verlassen, teilte ein Sprecher des Verkehrsministeriums mit.

Die Situation in den Tokioter Häfen wurde mit "sehr sicher" angegeben. Im vergangenen Monat hatten die chinesischen Behörden einem japanischen Schiff die Einfahrt verweigert.

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SDA-ATS