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Vor dem Hintergrund der Schuldenkrise in Europa hat EU-Sozialkommissar Laszlo Andor höhere Löhne in Deutschland gefordert. Damit solle die heimische Nachfrage angeregt werden, sagte Andor der "Süddeutschen Zeitung" (Montagausgabe).

Zudem empfehle die EU-Kommission Deutschland, auf breiter Basis Mindestlöhne einzuführen. "Belgien und Frankreich beschweren sich schon über deutsches Lohndumping", sagte Andor. Wegen hoher Exportüberschüsse sei es nicht zu rechtfertigen, dass die Deutschen einen Lohnwettbewerb beibehielten.

Länder mit Exportüberschüssen müssten sich wie Defizitländer anpassen, mahnte der ungarische Politiker. "Wenn nicht, driftet die Währungsunion auseinander. Der Zusammenhalt ist schon halb verloren."

Deutschland steht wegen der vergleichsweise zurückhaltenden Lohnabschlüsse in den vergangenen Jahren schon länger in der Kritik. Einige Politiker aus wirtschaftlich schwächeren Ländern argumentieren, dass eine höhere Binnennachfrage in der Bundesrepublik der Euro-Zone insgesamt helfen würde.

Die deutsche Notenbank warnte jedoch im Februar vor überzogenen Lohnerhöhungen. Stiegen die Gehälter stärker als es die Produktivität zulasse, würden Firmen Jobs abbauen und umgehend weniger investieren.

Stark anziehende Löhne würden die Nachfrage der Konsumenten nur vorübergehend ankurbeln. Langfristig würden die realen Einkommen und der private Konsum sogar sinken. Letztlich würde dies die Binnennachfrage und die gesamte Wirtschaftskraft bremsen, argumentieren die Währungshüter.

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SDA-ATS