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In der Elfenbeinküste sind nach EU-Angaben 380'000 Menschen auf der Flucht vor Gewalt und Plünderungen. Brüssel hat deswegen am Donnerstag die humanitäre Hilfe von 5 auf 30 Millionen Euro aufgestockt.

"Das Land steht am Rande des Bürgerkrieges", sagte Krisenreaktionskommissarin Kristalina Georgieva. Die Gewalt sei sehr stark angestiegen, die Kämpfe und die Angst stürzten die Menschen in extreme Not, vielen fehle es am Nötigsten. Die Menschen flüchteten entweder innerhalb des westafrikanischen Landes oder in die Nachbarstaaten Liberia und Guinea.

Die EU stellt ihnen Lebensmittel, Medikamente und Wasser zur Verfügung und finanziert die sanitäre Versorgung und Betreuung in den Flüchtlingslagern in Liberia, sagte Georgieva.

Die Krise in der Elfenbeinküste dauert seit November an, als der damalige Amtsinhaber Laurent Gbagbo bei der Präsidentschaftswahl unterlag. Seitdem verteidigt er sein Amt gegen den international anerkannten neuen Präsidenten Alassane Ouattara.

Nach Angaben der UNO und von Human Rights Watch sind seit der Wahl mehr als 400 Menschen getötet worden. Für die meisten Todesopfer macht die Menschenrechtsgruppe Anhänger Gbagbos verantwortlich.

In jüngster Zeit sei ein Anstieg der Opferzahlen zu verzeichnen gewesen, sagte ein Sprecher der UNO-Mission in der Elfenbeinküste. Er machte besonders auf das Schicksal der Kinder in dem Konflikt aufmerksam. Viele würden aus der Schule gerissen, um vor der Gewalt zu fliehen, oder erlitten bei Kämpfen Verletzungen.

Bei einem Mörserangriff in der grössten Stadt Abidjan wurden mindestens zwölf Menschen getötet. Die Geschosse wurden laut Augenzeugenberichten von einem Stützpunkt der Militärpolizei aus abgefeuert.

Ziel war ein Markt in einem Viertel von Abidjan, das als Hochburg der Anhänger von Ouattara gilt. Möglicherweise handelte es sich bei dem Angriff um eine Vergeltung für einen Überfall auf eine Polizeiwache in Abidjan. Ob dabei jemand getötet wurde, war nicht bekannt.

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SDA-ATS