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Nach dem Einsturz einer Textilfabrik in Bangladesch hat die EU das Land aufgefordert, internationale Sicherheitsstandards einzuhalten. Dhaka müsse "sofort handeln", erklärten die EU-Aussenbeauftragte Catherine Ashton und EU-Handelskommissar Karel De Gucht in Brüssel.

Die Arbeitsbedingungen in den Fabriken des südasiatischen Landes böten sowohl sicherheits- als auch gesundheitstechnisch grossen Anlass zur Sorge, hiess es in der Erklärung vom Dienstagabend. Die EU als grösster Handelspartner des Landes bot ihre Hilfe bei der Umsetzung internationaler Standards an.

Die EU erhebt dank eines speziellen Programmes für arme Länder keine Zölle für die meisten Produkte aus Bangladesch. Nun würde Anreize erwogen, um ein verantwortliches Verhalten bei Herstellern zu fördern, hiess es in der Erklärung weiter.

Die Textilindustrie ist in Bangladesch ein bedeutender Wirtschaftszweig, er erzeugt rund 80 Prozent der nationalen Exporte. Da viele Arbeiter, insbesondere Frauen, für weniger als 40 Dollar im Monat arbeiten, können ausländische Konzerne hier billig produzieren.

Illegal errichtetes Gebäude

Bislang bestätigte nur die britische Kette Primark, dass sie in dem Unglücksgebäude arbeiten liess. Die spanische Kleidermarke Mango forderte nach eigenen Angaben lediglich Muster an; der italienische Konzern Benetton bestätigte eine "einmalige Bestellung".

Bei der vor einer Woche eingestürzten Fabrik handelte es sich um ein illegal errichtetes Gebäude, das fünf Werkstätten beherbergte. Zum Unglückszeitpunkt sollen sich etwa 3000 Menschen in der Fabrik aufgehalten haben, mindestens 390 kamen ums Leben.

Es war der schlimmste Industrieunfall in Bangladeschs Geschichte. Bislang wurden im Zusammenhang mit dem Unglück sieben Menschen festgenommen, darunter der Eigentümer des Gebäudes.

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SDA-ATS