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Zürich - Am Mittwoch ist ein Euro erstmals weniger als 1.30 Franken wert gewesen. Die europäische Gemeinschaftswährung kam wegen schlechten US-Konjunkturdaten unter Druck.
Kurz nach Börsenschluss in Zürich wurde ein Euro für 1.2994 Fr. gehandelt, der Tiefststand war am Nachmittag bei 1.2971 Fr. erreicht worden. Anfang Jahr war die Gemeinschaftswährung noch bei über 1.45 Fr. gehandelt worden.
Der Dollar war 1.0280 Fr. wert. Am Dienstagabend hatte der Kurs noch bei 1.0299 Fr. notiert. Der Franken sei wegen Konjunkturängsten weiterhin eine gefragte Währung, sagten Beobachter.
Für die Talfahrt von Euro und Dollar sorgten enttäuschende Konjunkturdaten aus den USA, allen voran vom Immobilienmarkt. Dazu kam die Angst vor einem Wiederaufflackern der Schuldenkrise in Europa. "Die Stimmung ist düster", sagte ein Händler.
Der tiefe Eurokurs belastet die Schweizer Exportwirtschaft zunehmend. Die Maschinen-, Elektro-, und Metallindustrie verkauft beispielsweise rund 80 Prozent ihrer Produkte im Ausland, davon fast zwei Drittel in den Euro-Raum.
Der ungünstige Wechselkurs verschlechtere die Margen der Unternehmen und sei für die Branche eine grosse Herausforderung, sagte Verbandspräsident Johann Schneider-Ammann am Mittwoch in Bern.
Bis vor kurzem hatte die Schweizerische Nationalbank (SNB) aktiv versucht, den Wechselkurs zu beeinflussen. Bis Dezember hatte die SNB den Kurs durch Euro-Käufe bei über 1.50 Fr. halten können.
Diese Interventionen stellen für die Nationalbank aber zunehmend ein Klumpenrisiko dar: Die Devisen-Bestände der SNB erhöhten sich im ersten Halbjahr 2010 um rund 132 Mrd. auf 226,75 Mrd. Franken. Davon sind 70,5 Prozent in Euro angelegt.

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SDA-ATS