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Eurocity-Züge fahren wieder planmässig durch den Simplontunnel

Die Aufräumarbeiten im Simplontunnel sind am Montag wieder aufgenommen worden. Bis die zehn ausgebrannten Waggons des Güterzugs aus dem Tunnel geborgen sind, dürfte es Tage dauern. Immerhin: Die internationalen Züge fahren wieder fahrplanmässig. Zwischen Brig und Iselle verkehren auch wieder Autozüge.

Bisher war die Verbindung mit einem Shuttle-Zug zwischen Brig und Domodossola aufrecht erhalten worden. Auch die Regional- und die Interregiozüge zwischen Brig und Domodossola fahren wieder durch den Simplon, jedoch mit geänderten Fahrzeiten, wie die SBB mitteilte. Der provisorische Fahrplan gilt bis 31. Juli 2011. Bis beide Röhren wieder normal befahren werden können, dürfte es noch Monate dauern.

Ab Montagabend werden die zehn ausgebrannten Güterwagen aus dem Tunnel geborgen. Wahrscheinlich muss dafür jeder einzelne in zwei Teile geschnitten und auf einer Spezialvorrichtung 16 Kilometer weit nach Brig transportiert werden, wie SBB-Sprecher Jean-Louis Scherz am Montag der Nachrichtenagentur SDA sagte. Im wesentlich näher vom Unfallort gelegenen Bahnhof von Iselle (I) gibt es keine Anlagen, um die Wracks aufzunehmen.

Hitze und Enge vor Ort

Laut Scherz werden die Arbeiten durch die Bedingungen in der ausgebrannten Röhre zusätzlich erschwert. Die Arbeiter seien auf engstem Raum, bei Temperaturen von bis zu 30 Grad und inmitten der verkohlten Reste der Wagen am Werk. Zudem müssten sie ihr Vorgehen ständig der Situation vor Ort anpassen.

Einige der ausgebrannten Waggons transportierten etwa Tiefkühler, was die Bergung erschwert. Wenn diese abgeschlossen ist, muss das Tunnelgewölbe überprüft werden und auf einem Kilometer müssen die Schienen ersetzt werden.

Letzte Woche hatte die SBB die Aufräumarbeiten eingestellt, um mehr Kapazität im Simplontunnel zu haben und die Verspätungen im Gütertransport aufholen zu können. Der Brand war am 9. Juni in einem Güterzug der SBB ausgebrochen. Verletzt wurde niemand.

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