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Die Europa-PGA-Tour fällt immer weiter hinter die mächtige PGA-Tour in den USA zurück. Jetzt wollen die Europäer Gegensteuer geben. Sie lancieren 2017 eine lukrative Turnierserie.

Die besten europäischen Golfprofis wie beispielsweise Rory McIlroy, Martin Kaymer, Lee Westwood, Graeme McDowell, Sergio Garcia, Henrik Stenson und Justin Rose haben die Zelte längst in den USA aufgeschlagen. Auf dem amerikanischen Circuit gibt es wesentlich mehr Geld zu verdienen. Und weil die Wertigkeit der Turniere unmittelbar von der Höhe des Preisgeldes und von der Qualität des Teilnehmerfeldes abhängt, lassen sich in Übersee viel mehr Punkte für die Weltrangliste gewinnen.

Zwischen den grössten zwei Tours ist die Schere immer mehr auseinandergegangen. Die Europa-Tour hätte zuletzt kaum noch existieren können, wenn sie nicht ein paar potente Veranstalter und Co-Veranstalter im Fernen Osten gefunden hätte, vornehmlich in China.

Die Saison 2017 jedoch soll für die in Wentworth bei London beheimatete europäische Tour die Wende zum Guten einläuten. Mit der millionenschweren Unterstützung des Genfer Luxusuhrenherstellers Rolex lancieren die Tour-Verantwortlichen die "Rolex Series", eine Reihe von zunächst sieben Turnieren, die alle mit umgerechnet mindestens 7,16 Millionen Franken dotiert sein werden. Die Serie beginnt Ende Mai mit der traditionellen Europa-PGA-Championship in Wentworth selbst und endet im November am Tourfinale in Dubai. Die übrigen Turniere werden in Irland, Schottland, Italien, der Türkei und Südafrika gespielt. Das Herzstück der Serie bilden das Irish Open und das Scottish Open, die ab Ende Juni direkt nacheinander und unmittelbar vor dem British Open ausgetragen werden.

Das Omega European Masters in Crans-Montana gehört nicht zu der neuen Serie. Das kann sich in einigen Jahren ändern, denn der Kalender wird von Saison zu Saison neu beurteilt und neu erstellt. Einstweilen ist die Aufnahme des Schweizer Anlasses in die Turnierserie ausgeschlossen, weil sich Omega und Rolex in der Uhrenindustrie konkurrenzieren.

Keith Pelley, Direktor der europäischen Tour, erhofft sich von der markanten Neuerung auf längere Sicht vor allem einen positiven Einfluss auf die jungen Profis. Sie sollen auch dann noch genug Anreiz finden, Europa die Treue zu halten, wenn sie sich zu Spielern von Weltklasse entwickelt haben. Überdies soll es dereinst gelingen, den einen oder anderen Star zur Heimkehr auf den Alten Kontinent zu bewegen.

Vorderhand aber zieht der amerikanische Circuit alle magisch an. In den Jahren der ersten Hysterie um Tiger Woods schossen die Preisgelder dank dem riesigen Interesse von Sponsoren und dank lukrativen Fernsehverträgen in die Höhe. Auch als Woods vor ein paar Jahren schwächer wurde, drehte sich die Geldspirale unaufhaltsam weiter. Bis heute ist das Gesamtpreisgeld in den USA jedes Jahr gestiegen. Selbst wenn man die ganz grossen Turniere - die vier Majors und die vier Events der sogenannten World-Golf-Championship-Serie WGC - nicht mitzählt, ist ein Turnier der US PGA Tour mit durchschnittlich 7,06 Millionen Dollar dotiert. Solche Dutzendturniere füllen das Jahresprogramm von Anfang Januar bis Ende November.

Das Geld im Wandel der Zeit

Der Amerikaner Curtis Strange verdiente 1988 als erster Profi in den USA mehr als eine Million Dollar an Preisgeld. Tiger Woods brachte es 1997 als Erster auf mehr als zwei Millionen. Beides wurde seinerzeit als Sensation angeschaut. In der Saison 2016 belegte man mit dem Verdienst von zwei Millionen Dollar gerade noch den 46. Platz in der Jahresrangliste. Der wenig bekannte US-Golfer Robert Streb verdiente in der abgelaufenen Saison knapp über eine Million Dollar. Im Jahresranking findet man ihn im 107. Rang.

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SDA-ATS