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Ex-Armeechef Mladic womöglich nicht so schwer krank wie behauptet

Der frühere bosnisch-serbische Armeechef Ratko Mladic ist möglicherweise nicht so schwer krank wie von ihm und seinen Verteidigern behauptet. Mladics Darstellungen, wonach er unter einer "unheilbaren oder schweren Krankheit" leide, seien durch medizinische Untersuchungen bislang nicht bestätigt worden.

Das teilte das UNO-Kriegsverbrechertribunal für das ehemalige Jugoslawien am Mittwoch in Den Haag mit. Die Ärzte im UNO-Gefängnis in Scheveningen seien verpflichtet, das Gericht über jeden Hinweis auf eine "lebensgefährliche" Erkrankung zu informieren, sagte Gerichtssprecherin Nerma Jelacic. Bislang habe das Gericht keine derartige Information erhalten. Mladic werde jedoch weiter untersucht.

Mladic war am 26. Mai nach fast 16-jähriger Flucht in Serbien gefasst worden. Bei seinem ersten Auftritt vor dem UNO-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag bezeichnete sich der 69-Jährige als "schwer kranken Mann". Nach Angaben seines Anwalts soll er vor zwei Jahren wegen Lymphdrüsenkrebs behandelt worden sein und zudem in der Vergangenheit mehrere Hirnschläge erlitten haben.

Mladic werden in elf Punkten Völkermord, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit während des Bosnien-Kriegs von 1992 bis 1995 vorgeworfen. Er wird vor allem für das Massaker von Srebrenica mit 8000 Toten und die 44 Monate dauernde Belagerung Sarajevos verantwortlich gemacht.

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