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Ex-Aussenminister Tillerson zeichnet unvorteilhaftes Bild von Trump

Keine guten Noten für seinen ehemaligen Chef: der ehemalige US-Aussenminister Rex Tillerson zeichnet ein wenig vorteilhaftes Bild von Präsident Donald Trump.

KEYSTONE/AP/ANDREW HARNIK

(sda-ats)

Donald Trumps früherer Aussenminister Rex Tillerson hat in einer seiner seltenen öffentlichen Äusserungen ein unvorteilhaftes Bild seines früheren Chefs gezeichnet. Trump habe ihn öfter gebeten, Dinge zu tun, die ungesetzlich seien.

Dies sagte Tillerson nach US-Medienberichten auf einer Veranstaltung in Houston (Texas). "Oft sagte der Präsident: "Das will ich machen und ich will es auf diese Art machen"", erklärte Tillerson. "Und ich habe dann immer gesagt, Herr Präsident, ich verstehe, was sie wollen, ober das kann man so nicht machen. Es verletzt das Gesetz", fuhr Tillerson fort. Trump habe dann am Ende solcher Unterredungen oft frustriert reagiert.

Die Schilderungen des ehemaligen Ölmanagers Tillerson passen in das Bild, das mehrere Buchautoren, darunter der Watergate-Enthüller Bob Woodward, von Trump im Weissen Haus gezeichnet hatten. Tillerson wurde von Trump nach etwas mehr als einem Jahr im Amt entlassen - er soll während eines Auslandaufenthaltes per Twitter davon erfahren haben.

Tillerson erklärte bei dem Auftritt auch, er habe während seiner Zeit als Aussenminister ein klares Bild von Russlands Staatschef Wladimir Putin entwickelt. Putin sei sehr kalkulierend und spiele "dreidimensionales Schach". Er wolle den Einfluss der USA in der Welt untergraben.

Der Ex-Aussenminister äusserte auch Bedenken zum Umgang Trumps mit seiner Wählerschaft. "Ich will ehrlich sein, es besorgt mich, dass das amerikanische Volk so wenig über bestimmte Probleme wissen will, dass es sich mit 128 Zeichen zufrieden gibt", sagte Tillerson. 128 Zeichen ist das Maximum für eine Nachricht auf Twitter, Trumps favorisiertes Medium für direkte Nachrichten an die Amerikaner.

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