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Goalgetter auch in der Politik: Der Weltfussballer George Weah hat die Präsidentschaftswahl in Liberia gewonnen (in einer Aufnahme vom 14. Dezember 2017).

KEYSTONE/EPA/AHMED JALLANZO

(sda-ats)

Aus der Präsidentschaftsstichwahl im westafrikanischen Liberia ist der ehemalige Fussballstar George Weah als klarer Sieger hervorgegangen. Wie die Wahlkommission am Donnerstag nach Auszählung fast aller Stimmen mitteilte, kam Weah auf 61,5 Prozent.

Auf Weahs Kontrahenten, den Vizepräsidenten Joseph Boakai von der regierenden Einheitspartei (UP) entfielen 38,5 Prozent.

Zu der Stichwahl waren am Dienstag rund 2,1 Millionen Menschen aufgerufen gewesen. Schon in der ersten Wahlrunde am 10. Oktober hatte der frühere Weltfussballer Weah, der in den 1990er Jahren mit Paris Saint-Germain und dem AC Mailand Erfolge feierte, mit rund 38 Prozent der Stimmen vorn gelegen. Boakai kam auf knapp 29 Prozent.

Wegen "massiver Unregelmässigkeiten" legte Boakais UP Widerspruch gegen den Wahlgang ein. Die Klagen wurden aber abgewiesen. Wegen der juristischen Auseinandersetzungen wurde die ursprünglich für den 7. November geplante Stichwahl auf den 26. Dezember verschoben.

Der 51-jährige Weah hatte sich 2005 erfolglos um das Präsidentenamt beworben und 2011 vergeblich um das Amt des Vizepräsidenten. Seit 2014 ist der einstige Stürmer Senator. Insbesondere bei jungen Wählern geniesst er grosse Sympathien. Der 73-jährige Vizepräsident Boakai galt als Kandidat der Kontinuität.

Der für sechs Jahre gewählte Präsident wird am 22. Januar die Nachfolge der langjährigen Staatschefin und Friedensnobelpreisträgerin Ellen Johnson Sirleaf antreten, die nicht für eine dritte Amtszeit kandidieren durfte.

Das kriegszerstörte Land im Westen Afrikas zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Die schwere Ebola-Epidemie zwischen 2014 und 2016 hat die Wirtschaft zusätzlich belastet.

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SDA-ATS