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Der einzige wegen der Gräueltaten der Roten Khmer in Kambodscha verurteilte Drahtzieher des Terrorregimes hat in der Berufungsverhandlung auf Freispruch plädiert. Kaing Guek Eav, alias Duch, sei nur ein kleines Rad im Getriebe gewesen.

So argumentierte sein Anwalt am Montag vor dem Völkermordtribunal in Phnom Penh. "Unter dem Rote-Khmer-Regime gab es kein Gesetz, sondern stattdessen die Linie der kommunistischen Partei. Wenn es kein Gesetz gab, gab es auch kein Verbrechen", meinte der Anwalt.

Er erklärte weiter, das Völkermordtribunal sei für den Fall gar nicht zuständig, da es für die Strafverfolgung ranghoher Khmer-Führer eingerichtet worden sei. Duch habe nicht zur Führungsriege gehört.

Das von den Vereinten Nationen unterstützte Tribunal hatte Duch im vergangenen Jahr wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu 35 Jahren Gefängnis verurteilt, von denen er unter Anrechnung seiner elfjährigen Haftzeit und anderer Faktoren noch 19 Jahre absitzen müsste.

Unter Duchs Aufsicht waren in den 70er Jahren im berüchtigten Foltergefängnis Tuol Sleng etwa 16'000 Insassen gequält und dann hingerichtet worden. Die Roten Khmer unter Führung von Pol Pot regierten Kambodscha von 1975 bis 1979. Dem totalitären Regime fielen schätzungsweise insgesamt 1,7 Millionen Menschen zum Opfer.

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SDA-ATS