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Der Wahlkampf für die französische Präsidentschaft 2012 ist schon jetzt entbrannt. Am Mittwoch erklärte der frühere Innen- und Verteidigungsminister Jean-Pierre Chevènement im Radiosender Europe 1 seine Kandidatur.

Er steht für das linkssozialistische Mouvement des Citoyens und erklärte gleichzeitig, er rechne damit, dass für die Sozialisten Parteichefin Martine Aubry nicht kandidieren werde, wohl aber der Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF), Dominique Strauss-Kahn.

Strauss-Kahn führt in den Umfragen klar vor dem amtierenden Präsidenten Nicolas Sarkozy. Strauss-Kahn hat aber seine Entscheidung über eine Kandidatur noch nicht veröffentlicht. Vor vier Jahren hatte er bei einer Urabstimmung der Parteimitglieder gegen Ségolène Royal verloren. Royal erlitt danach eine Niederlage gegen Sarkozy.

Der 73-jährige linksnationalistische Chevènement hatte 2002 mit seinen 5,3 Prozent im ersten Wahlgang verhindert, dass der Sozialist Lionel Jospin in den zweiten Wahlgang einziehen konnte.

Stattdessen kam der rechtsradikale Jean-Marie Le Pen erstmals in den zweiten Wahlgang, wo er von Amtsinhaber Jacques Chirac mit 82 Prozent deutlich geschlagen wurde. Chevènement hatte kurzzeitig auch 2007 kandidiert, sich aber nach einem Wahlabkommen für Abgeordnete auf den Listen der Sozialisten zurückgezogen.

Ihre Kandidatur für 2012 erklärt haben unter anderen bereits Le Pens Tochter Marine, der frühere gaullistische Premierminister Dominique de Villepin, die Christdemokratin Christine Boutin und Nathalie Arthaud von der trotzkistischen Lutte Ouvrière (Arbeiterkampf).

Frankreich wählt im Frühjahr 2012. Vor 30 Jahren, am 10. Mai 1981, war erstmals ein Sozialist Präsident Frankreichs geworden, François Mitterrand. Er amtierte bis 1995.

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SDA-ATS