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Genf - Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist zu eng mit der Pharmaindustrie verstrickt. Sie muss Interessenkonflikte vermeiden und transparenter werden. Dies ist der Tenor von Experten bei einer Anhörung in Genf. Einzig Vertreter der Pharmaindustrie widersprachen.
"Die Grenzen innerhalb der WHO zwischen kommerziellen Interessen und wissenschaftlichen Entscheiden sind verwischt", sagte der Europaratsberichterstatter zur Schweinegrippe, der Brite Paul Flynn.
Eine von der WHO eingesetzte Kommission zur Untersuchung der Vorgänge innerhalb der Organisation rund um die Schweinegrippe befragte am Donnerstag Vertreter der Industrie, mehrerer Staaten und internationaler Organisationen sowie Fachjournalisten. Die Anhörung am Sitz der WHO war öffentlich.
Die Chefredaktorin der Fachzeitschrift "British Medical Journal" (BMJ), Fiona Godlee, bemängelte, dass die Namen der Experten geheim gehalten wurden, die WHO-Direktorin Margaret Chan während der Schweinegrippe-Pandemie beraten hatten.
Godlee forderte die Offenlegung, um die Glaubwürdigkeit der WHO wieder herzustellen. Die WHO müsse künftig unabhängige Experten bezahlen, um eine Einflussnahme der Industrie auf Entscheide zu vermeiden. "Die Pharmaindustrie soll nicht aus den Diskussionen jedoch aus der Entscheidungsfindung ausgeschlossen werden", sagte sie.
Dagegen verteidigte der Vertreter des Pharmakonzerns GlaxoSmithKline, Norbert Hehme, die "enge Zusammenarbeit" zwischen Industrie und WHO. Zur erfolgreichen Entwicklung von Impfstoffen gegen saisonale Grippen oder Pandemien sei eine solche "wesentlich für den Erfolg". Dieser Position schlossen sich die Schweizer Pharmahersteller Novartis und Roche an.

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SDA-ATS