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Die Europäische Zentralbank (EZB) greift im Kampf gegen die Konjunkturschwäche zu schwererem Geschütz. Sie lockert ihre Geldpolitik erneut. Der Schlüsselzins für die Versorgung der Geschäftsbanken mit Notenbankgeld wird erstmals auf null Prozent gesenkt.

Bislang lag er bei 0,05 Prozent. Der Strafzins für Geschäftsbanken wird zudem nochmals verschärft. Der sogenannte Einlagensatz werde auf minus 0,4 Prozent von bislang minus 0,3 Prozent herabgesetzt, teilte die EZB am Donnerstag mit. Damit wird es für die Institute noch teurer, wenn sie überschüssige Gelder über Nacht bei der Notenbank parken.

Ausserdem werden die umstrittenen Anleihenkäufe auf monatlich 80 von bisher 60 Milliarden Euro aufgestockt. Mit dem Programm wollen die Währungshüter die Wirtschaft ankurbeln und für mehr Inflation sorgen. Denn im Februar waren die Preise in der Euro-Zone um 0,2 Prozent gesunken.

Die EZB peilt mittelfristig eine Teuerung von knapp zwei Prozent als Idealwert für die Wirtschaft an. Nach den Beschlüssen hat der Franken kräftig an Wert gewonnen.

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SDA-ATS