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Die Europäische Zentralbank (EZB) belässt ihre Leitzinsen unverändert. Zudem gibt sie Details zum Ausstieg aus ihrem billionenschweren Anleihenkaufprogramm bekannt. (Themenbild)

KEYSTONE/AP/BERND KAMMERER

(sda-ats)

Die Europäische Zentralbank (EZB) kündigt angesichts der verbesserten Konjunktur und einer höheren Inflation das Ende ihrer billionenschweren Anleihenkäufe an. Die sollen zum Jahresende auslaufen, wie die EZB nach ihrer Zinssitzung in Riga mitteilte.

Bislang waren die Transaktionen bis mindestens Ende September terminiert, das weitere Vorgehen aber unklar. Momentan kaufen die Währungshüter für 30 Milliarden Euro pro Monat Wertpapiere.

Ab Oktober soll es jetzt eine kurze Auslaufphase mit reduziertem Volumen geben. EZB-Chef Mario Draghi wird die Beschlüsse am Nachmittag vor den Medien erläutern.

Die billionenschweren Käufe von Staatsanleihen und anderen Wertpapieren waren in den vergangenen Jahren die wichtigste Waffe der Notenbank im Kampf gegen eine aus ihrer Sicht zu schwache Inflation.

Doch im Mai kletterte die Teuerung auf 1,9 Prozent und liegt damit im Zielbereich von knapp zwei Prozent. Dieses Niveau strebt die EZB als Optimalwert für die Wirtschaft an, hat es in den vergangenen Jahren aber meistens verfehlt.

Die Währungshüter gehen davon aus, dass die Leitzinsen noch bis über den Sommer 2019 hinaus auf dem aktuellen Niveau bleiben werden. Der Schlüsselsatz zur Versorgung der Geschäftsbanken mit Geld liegt bereits seit März 2016 auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent.

Die Geldpolitik der EZB wird auch in der Schweiz mit Spannung verfolgt. Denn die Schweizerische Nationalbank (SNB) muss mit eigenen Zinserhöhungen laut Einschätzung von Experten warten, bis die EZB vorangeht. Sonst drohe der Franken gegenüber dem Euro aufzuwerten.

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